portabel

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Unter DK0KG/p beim Deutschen Burgentag

Am Sonntag, dem 1. Mai 2016, habe ich als DK0KG/p am [internal link] Deutschen Burgentag teilgenommen. Auf unserer OV-Webseite habe ich dazu bereits einen [external link] Bericht veröffentlicht. Hier noch einige weitere Hintergründe dazu:

Turmberg-Turm Karlsruhe-Durlach

Vorbereitungen

Zunächst musste ein geeigneter Standort gefunden werden, der folgende Kriterien erfüllen sollte:

  1. gelistet als Referenz für das [internal link] Badische Burgendiplom, [external link] COTA und [external link] WCA
  2. nicht allzu weit von meinem Wohnort entfernt
  3. einen Bezug zum Kraichgau, da ich dem OV Kraichgau (A22) angehöre, das Badische Burgendiplom von diesem heraus gegeben wird und ich dessen Klubstationsrufzeichen nutzen wollte

Meine Wahl fiel auf den [external link] Turmberg in Karlsruhe-Durlach. Durlach liegt sozusagen auf der Grenze zum Kraichgau, so dass man von dem ehemaligen Burgturm den gesamten Kraichgau im wahrsten Sinne des Wortes überblicken kann. Außerdem benötige ich mit dem Auto nur ca. 15 Minuten bis dahin.

Dann habe ich die Ausrüstung zusammen gestellt. Wegen der Bedeutung des Ereignisses für unser Burgendiplom wollte ich auf jeden Fall ein halbwegs starkes Signal erzeugen. Somit schied QRP-Betriebmit kleiner Leistung für mich aus. Ich entschied mich, mein kürzlich (gebraucht) erworbenes [external link] Yaesu FT-857D mitzunehmen. Die Stromversorgung kam aus einem (ebenfalls kürzlich neu erworbenen) [external link] LiFePO4-Akku mit 12 Ah Kapazität. Die meiste Zeit habe ich mit 30 Watt Ausgangsleistung gearbeitet und habe gute Rapporte erhalten.
Als Antennen nahm ich meine bewährte [internal link] MP1 und meine Up&Outer mit 6m-GFK-Mast mit.
Für UKW-Betrieb via Relais habe ich noch zusätzlich mein Handfunkgerät [external link] Kenwood TH-F7E eingepackt.
Damit ich es einigermaßen bequem hatte, kam noch ein kleiner Camping-Tisch und ein Falthocker mit. Schließlich plante ich ja einige Stunden QRVsendebereit zu sein.

Meine Portabel-Station auf dem Turmberg
Meine Portabel-Station auf dem Turmberg

Up&Outer-Antenne am 6m-GFK-MastFunkbetrieb

Nach dem Schweiß treibenden Besteigen des Turmberg-Turmes habe ich zunächst einige QSOsFunkverbindungen mit OV-Kollegen über das Relais Steinsberg DB0NP auf dem 70cm-BandUKW-Amateurfunkband gefahren.
Dann habe ich meine Up&Outer für das 20m-BandKurzwellen-Amateurfunkband aufgebaut und lange "CQ COTA" / "CQ Castle Activity Day" gerufen. Die Ausbeute war nur ein einziges QSO mit Portugal. Zwischenzeitlich habe ich anderen Besuchern des beliebten Aussichtsturms immer wieder Auskunft darüber gegeben, was ich da eigentlich mache. Nach einiger (zu langer) Zeit merkte ich aber, dass das Rufen auf 20m nichts bringt und habe meine MP1-Antenne für das 40m-Bandebenfalls ein Kurzwellen-Amateurfunkband startklar gemacht.
Auf 40m war die Resonanz sehr gut. Ich konnte einige andere Burgen in DL arbeiten, sowie etlichen europäischen Stationen zu neuen COTA-/WCA-Referenzen verhelfen. Nachdem mich Jens (DL7ACN) im Cluster gespottet hatte, gab es für ca. 30 Minuten sogar ein richtiges kleines Pile-up.

Zum Glück blieb es die ganze Zeit über trocken. Der angeküngigte Regen kam erst, nachdem ich bereits wieder vom Turm abgestiegen und auf dem Weg zum Auto war. Allerdings wehte die ganze Zeit über ein starker und ziemlich kühler Wind, so dass ich etwas durchgefroren ins Auto stieg und mich auf einen heißen Tee zuhause freute.

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde

Für meine allererste Burgenaktivität am Burgentag sind die 38 QSOs gar nicht so übel. Aber trotzdem:

  • Auf das 20m-Band werde ich wohl verzichten.
  • Für 40 Meter würde ich dann eine leistungsfähigere Antenne mitnehmen (z.B. einen Dipol als Inverted-V am GFK-Mast).
  • An einem so stark von Besuchern frequentierten Ort ist es sinnvoll, wenigstens zu zweit zu sein. Dann kann man sich mit Funkbetrieb und Fragen beantworten abwechseln. Somit kann solch eine Aktivierung auch eine gelungene öffentlichkeitswirksame Aktion sein!

Beim Funkbetrieb
Während des Funkbetriebs

 

 

 

Kann man nicht meckern: Ergebnis der Kraichgau FM-Session vom Dezember online

Ich hatte am 28.12.2014 mal wieder an der [external link] Kraichgau FM-Session [internal link] teilgenommen. Inzwischen sind die Ergebnisse [external link] online.

Gesamtergebnis der Kraichgau FM-Session am 28.12.2014

Angesichts meiner eher spartanischen Ausstattung (Magnetfußantenne auf dem Autodach, 5W Ausgangsleistung) gibt es an meinem 8. Platz in der Gesamtwertung nichts zu meckern.

Allerdings fällt der ernorme Punktevorsprung des Erstplatzierten DL0PH (Clubstation des DARC OV Pforzheim, A12) gegenüber dem Rest des Teilnehmerfeldes auf: 75% mehr Punkte als der Zweite (und fast 3x so viel wie ich - naja, das war nicht so schwer), obwohl er in der gleichen Kategorie (max. 7 Watt Ausgangsleistung, ohne Stromversorgung aus dem Netz) angetreten ist.

Daher interessierten mich sehr die verwendete Antenne und der Standort. Und ich bin über Umwege auf der [external link] Facebook-Seite des OVs Pforzheim fündig geworden: den Bildern nach zu urteilen wurde ein Vertikal-Rundstrahler (vmtl. von [external link] Diamond) verwendet; der Standort war demnach in [external link] Neulingen, nördlich von Pforzheim in ca. 300m NHNNormalhöhennull = ü.N.N.. Höhe hatte ich deutlich mehr (700m NHN), Antennengewinn allerdings deutlich weniger (0 dBdDezibel gegenüber Dipolantenne).

Was lernen wir daraus?
Beim nächsten Mal werde ich wieder eine bessere Antenne verwenden! Sicher trugen auch noch andere Kriterien, wie gute Betriebstechnik aufgrund von Contest-Erfahrung etc., zum Erfolg von DL0PH bei.

zur Info:
Der Termin für die nächste FM-Session steht auch schon fest: Sonntag, 19.07.2015, also bis dahin: AWDHAuf Wiederhören!

 

 

 

Kraichgau FM-Session am 28.12.2014

Am Sonntag nach Weihnachten fand im vergangenen Jahr 2014 wieder die Winterausgabe der [external link] Kraichgau FM-Session statt. Dabei handelt es sich um einen Kurz-ContestWetbewerb auf den UKWUltrakurzwelle-Bändern 2m2-Meter-Band, 145 MHz und 70cm70-cm-Band, 430 MHz. Auf jedem Band wird 1 Stunde lang gefunkt, um möglichst viele andere Teilnehmer zu erreichen. Und wie der Name schon sagt, wird dabei ausschließlich die Modulationsart FMFrequenzmodulation verwendet. Veranstaltet wurde sie, wie immer, vom [external link] Ortsverband Kraichgau des DARCDeutscher Amateur Radio Club.

Ich war auch mal wieder dabei und habe mir wieder meinen Lieblingsstandort auf dem Dobel ausgesucht. Lieblingsstandort deshalb, weil dieser auf ca. 700m üNN liegt und man von dort quasi Sichtverbindung über den gesamten Kraichgau hat, von wo die meisten Teilnehmer aktiv sind.

Dieses Mal war es allerdings dermaßen a....kalt (-10°C!!), dass ich mich entschieden habe, nicht im Freien sondern im Auto zu funken. Somit kam auch nicht meine geliebte Douband-Richtantenne, die "Fischgräte", zum Einsatz sondern eine Mobilantenne mit Magnetfuß auf dem Autodach. Ich habe den Unterschied natürlich bemerkt. Mit der Fischgräte konnte ich praktisch alle Stationen, die ich gehört habe, auch sendemäßig erreichen. Das klappte nun nicht. Alle Stationen, die ich bereits stark angerauscht gehört habe, haben mich anscheinend nicht hören können. Somit gab's eben ein paar Punkte weniger. Dem Spaß hat's jedoch keinen Abbruch getan!!

Hier ein Selfie, wie ich frierend im Auto sitze und funke (der Motor und damit auch die Heizung waren natürlich ökologisch korrekt ausgeschaltet):

DL3BC frierend im Auto bei der Kraichgau FM-Session am 28.12.2014

 

 

 

 

 

Bayerischer Bergtag am 5. August 2012

Warum muss eigentlich in jedem Jahr das Wetter am ersten Augustwochenende (wenn der [external link] BBT stattfindet) so unbeständig und schlecht vorhersagbar sein???!!!

[Gewitter][Regen][noch mehr Regen][ganz viel Regen]
typische Wettervorhersagen für das erste Augustwochenende
(Grafiken von [external link] wetter-online.de)

Rückblick 2008 bis 2011

Nachdem meine Teilnahme am 2m2-Meter-Band, Frequenz 144-146 MHz-Wettbewerb [internal link] 2008 bereits ins Wasser gefallen war, [internal link] ich 2009 ziemlich nass geworden bin, 2010 und 2011 die Wettervorhersage einige Tage zuvor bereits so schlecht war, dass ich den Sonntag anders verplant hatte, habe ich mich dieses Jahr nicht davon abhalten lassen, obwohl die Regenwahrscheinlichkeit schon wieder mit 70% prognostiziert war. Sonntag früh dann blauer Himmel und herlichster Sonnenschein in Ettlingen - also raus aus den Federn, noch gemütlich mit der XYLEhefrau frühstücken und dann los zum bewährten Standort Hornisgrinde höchster Berg im Nordschwarzwald, 1164 m üNN.

Bis es endlich losging...

Auf der Autobahn Richtung Süden sah ich sie dann schon vor mir: dicke dunkle Regenwolken, ziemlich schnell von Westen her aufziehend. In Baden-Baden war's bereits ziemlich trüb, die Berge Wolken verhüllt. Aber nun war ich ja schon eine halbe Stunde gefahren, also optimistisch weiter! Am Parkplatz beim Seibelseckle angekommen, setzte schon etwas Spühregen ein. Also das GanzkörperkondomRegenjacke und Regenhose angezogen und rauf auf die Hornisgrinde. Mich hat übrigens erstaunt, wie viele Leute trotz des relativ schlechten Wetters unterwegs waren (nur die Harten komm' in' Garten!). Kaum, dass ich meinen Standort erreicht hatte, ging's richtig los mit dem Regen, so dass ich erstmal abgewartet habe, ob ich überhaupt aufbaue. Aber nun - von innenSchweiß unter dem Ganzkörperkondom und außenRegen nass - wäre aufgeben auch falsch gewesen. Nach etwas Bedenkzeit fing ich dann an, Mast und Antenne aufzubauen. Als ich alles mit dem Funkgerät verkabelt hatte, fing es richtig an zu kübeln - zack zack die Funke unter Plastik abgedeckt und gewartet. Gegen 12 Uhr Ortszeit, also ca. 30 Minuten nach Contest-Beginn, hörte es dann auf zu regnen und ich konnte endlich loslegen.

Funkbetrieb

Die Bedingungen waren ganz normal für einen Sommertag. Von [external link] Sporadic E habe ich jedenfalls nichts mitbekommen und mit [external link] Tropo ist um diese Jahreszeit normalerweise nicht zu rechnen.

So graste ich zunächst etliche CQallgemeiner Anruf-Rufer ab und mein Log füllte sich langsam. Einige waren zu dem Zeitpunkt schon bei laufenden QSOFunkverbindung-Nummern um die 40 - aber da ja sowieso gerade Olympische Spiele waren, war mein Motto nun ebenfalls "dabei sein ist alles".

Ich habe zu dem Zeitpunkt, neben den gut erreichbaren Schweizern und Franzosen, bereits auch einige Italiener und Slowenen gehört, welche nicht am BBTBayerischer Bertag, sondern am parallel laufenden [external link] Alpe-Adria-Contest teilnahmen. Aber Punkte würden bei Zustandekommen eines QSOs für beide Seiten herauskommen - und das nicht zu wenige! So verbrachte ich einige Zeit damit, mir bei diesen CQ-Rufern Gehör zu verschaffen - leider zunächst erfolglos und somit Zeitverschwendung. Der Grund ist auch klar: während ich, wie die anderen BBT-Teilnehmer auch, mit maximal 6 Wattmax. zulässige Ausgangsleistung beim BBT unterwegs war, arbeiteten die Gegenstationen sicher mit mehreren hundert Watt.

In der Zwischenzeit hatten sich übrigens fast alle Wolken verzogen und es wurde sogar noch richtig warm in der Sonne!

Erst gegen Ende (11:52 UTCUniversal Time Coordinated = Weltzeit) habe ich es doch noch geschafft, IQ1KA/1Italienisches Rufzeichen in JN44ORentspricht geografischen Koordinaten 44,71° Nord, 9,17° Ost, also in 438 km Entfernung, ins Log zu bekommen.

Am Ende waren 20 gültige QSOs mit insgesamt 2.535 Entfernungspunkten im Log - naja, [internal link] das war schon mal besser!

Leider erst nach dem Ende des BBT (also nach 12:00 UTC) gelang mir dann auch noch ein QSO mit S59DEMSlowenisches Rufzeichen in JN75DS, also in 557 km Entfernung. Einerseits schade, dass es zum Eingang in die Wertung zu spät war - andererseits toll, was mit 5 Watt auf 2 Metern geht!

[Meine QSOs auf der Karte]
Meine QSOs auf der Karte
Die Verbindung nach Slowenien (ganz im Südosten) und die weiteste nach Frankreich (im Südwesten) fanden leider außerhalb der Wertungszeit statt.

Meine Ausrüstung

  • TransceiverFunkgerät: [external link] Yaesu FT-817ND
  • Ausgangsleistung: 5 Watt
  • externer Akku bestehend aus 8 NiMH-Babyzellen
  • Alu-Teleskopmast, ca. 3,6 m hoch + ca. 1,5 m PVC-Verlängerung
  • Antennen: 2x 4-Element-Yagis "ultralight" nach [external link] DK7ZB

Fazit

Dabei sein ist alles! Das nächste Mal hoffentlich auch wieder - vielleicht ist das Wetter im Winter sogar angenehmer als am ersten Augustwochenende ;-)

Noch ein paar Impressionen

[meine Antennen, befestigt an einem Baumstumpf]
meine Antennen, befestigt an einem Baumstumpf

[der Operator]
der Operator



 

 

 

DARC UKW-QRP-Wettbewerb 2./3. April 2011

Seit langem hatte ich einmal vor, am DARC UKW-QRP-Wettbewerb - immer am ersten April-Wochenende - teilzunehmen. Jedes Mal kam etwas dazwischen (Wetter, andere Termine, ...). Aber am Sonntag, dem 3. April, habe ich es endlich mal geschafft. Eine 24-stündige Teilnahme kam zwar nicht infrage, aber wenigstens wollte ich mal dabei sein, um zu sehen was geht.

Also habe ich meine Portabel-Ausrüstung (FT-817ND, 2x4-Element-Leichtbau-Yagi für 144 MHz nach [external link] DK7ZB, Alumast) zusammen gepackt und bin am Sonntag bei herrlichstem Wetter auf die [external link] Hornisgrinde (JN48CO, 1164m üNN) gestiegen. Das Wetter und die Tour dahin waren allerdings das Schönste daran. Um diese Zeit (ca. 13 Uhr MESZ, also 3 Stunden vor Contest-Ende) hatten die meisten Teilnehmer wohl schon alles abgegrast und längst QRT gemacht. So kam ich dann auf nur 11 QSOs, von denen zwei keine Contest-QSOs, aber trotzdem sehr nett waren. Die weiteste Verbindung gelang mir mit DK7CM/p immerhin nach JO40QL (225 km).

DL3BC/p auf der Hornisgrinde im Nordschwarzwald

Als Fazit schließe ich daraus, dass ich das nächste Mal wohl besser zu Beginn des Contests (Samstag, 16 Uhr MESZ) aktiv werde, auch wenn ich die gesamten 24 Stunden sicher nicht auf dem Berg verbringen werde. Außerdem habe ich mir noch ein paar Verbesserungsmöglichkeiten der Antennenausrüstung überlegt, die beim nächsten Mal den Aufbau etwas leichter machen. Also war's nicht vergebens!

Nun freue ich mich schon auf den [external link] BBT im August, bei dem ich dann, voraussichtlich vom selben Standort aus, [internal link] wie letzten Jahr wieder aktiv werde. Außerdem scheint mir die Konzentration der Aktivität auf zweieinhalb Stunden pro Band auch effektiver zu sein.

 

 

 

Erfreuliches Ergebnis der zweiten Kraichgau FM Session

 

Inzwischen hat der OV Kraichgau (A22) die Ergebnisse der 2. FM-Session (siehe [internal link] mein Blog-Eintrag vom 2010-08-01) bekannt gegeben:
[external link] http://www.darc.de/distrikte/a/22/fm-session/ 
(Details hier: [external link] FM_SESSION_SOMMER2010_Auswertung.pdf)

Das ist für mich doch recht erfreulich ausgefallen: in der Gesamtwertung bin ich auf Platz 3 gelandet und in der Einzelwertung auf 70cm sogar auf Platz 1 (punktgleich mit DL5UP, jedoch etwas schneller).

Das macht dann doch gleich noch mehr Lust auf's nächste Mal (auch wenn hauptsächlich der olympische Gedanke zählt).

 

 

 

Zweite Kraichgau FM Session

Am Sonntag, dem 1. August 2010, fand die zweite [external link] Kraichgau FM Session statt. Dies ist ein lokaler Kurz-Contest auf dem 2m- und 70cm-Band. Da dieser insbesondere auch für Portabelbetrieb konzipiert war, war ich dieses Mal dabei, nachdem ich beim ersten Mal im Dezember 2009 aufgrund anderer Termine nicht teilnehmen konnte.

Standort

Zunächst habe ich mir per Google Maps / Earth einen guten Standort ausgeguckt, der 1. nicht so weit von meinem Wohnort Ettlingen entfernt sein und 2. praktisch Sichtverbindung in den Kraichgau (ungefähr das Gebiet im Dreieck Heidelberg, Pforzheim, Heilbronn) haben sollte. Die Wahl fiel auf Dobel am nördlichen Rand des Schwarzwaldes. Neben dem dortigen Wasserturm, der fast die höchste Stelle des Ortes markiert, befindet sich eine große Wiese auf 720m Höhe ü.NN. mit freiem Blick Richtung Norden.

Ausblick vom Dobel
Ausblick vom Dobel

Wasserturm Dobel
Wasserturm Dobel

Ausrüstung

Natürlich wollte ich die Sache möglichst professionell angehen, weshalb mir die Gummiwendelantenne meines [internal link] FT-817ND nicht ausreichte. Deshalb nahm ich meine bewährte "Fischgräte" nach [external link] DL4KCJ und meinen Alu-Teleskopmast mit.

Mast mit Antenne
Mast mit Antenne

Die Antenne hatte ich ausnahmsweise vertikal montiert (nicht ganz ideal bei Alutragrohr), da ich davon ausging, dass viele mit Handfunkgeräten oder mobil teilnehmen würden. Es ist ja ein reiner FM-Wettbewerb.

Ich war etwas spät dran, aber nach ca. 20 Minuten Aufbau, gut 5 Minuten vorm Contest-Beginn, war ich QRV.

Contest-Betrieb

Die ersten 10 Minuten verliefen contest like etwas hektisch. Aber kurz danach hörte man fast nur noch die selben Stationen, die man natürlich bereits im Log hatte. Dann und wann kamen aber noch neue Stationen hinzu, auch solche, die eher zufällig in den Contest hinein geraten sind, aber dann doch brav Rapports und QSO-Nummern verteilten. Insgesamt schätze ich das Teilnehmerfeld auf ca. 10 Stationen, von denen wahrscheinlich jeder jeden gearbeitet hat. Ich bin mal gespannt auf die Auswertung.

Nach einer Stunde war dann QSY auf 70cm angesagt. Dort war das Teilnehmerfeld noch übersichtlicher und nach spätestens einer viertel Stunde abgearbeitet. Ich hörte danach nur noch die Klubstation DK0KG/p des veranstalteneden OVs Kraichgau (A22) fleißig CQ rufen, jedoch ohne große Resonanz.

DL3BC/p in action
DL3BC/p in action

sonst noch

Deshalb habe ich dann die Antenne in horizontale Polarisation gebracht und mich in den SSB-Bereich begeben. Ganz schön mutig, hier an einem Sonntag-Nachmittag ohne besondere Bedingungen CQ zu rufen! Nach einigen vergeblichen Rufen hörte ich dann jedoch eine französische Station ebenfalls CQ rufen, die dann auch noch ins Log kam, wenn auch die Verbindung extrem an der Grasnarbe war. Zum Glück war die Gegenstation technisch wesentlich besser ausgerüstet als ich (4x 23-Element Flexa-Yagi, damit kann man EME machen)!
Danach habe ich mein Glück dann noch auf 2 Meter SSB versucht. Es kam noch eine Verbindung nach Kassel zustande, die ebenfalls so an bzw. unter der Grasnarbe war, dass der QSO-Partner leider meinen QTH-Locator trotz zig-maliger Wiederholung nicht aufnehmen konnte.
Es folgten noch ein paar Klön-QSOs in die nähere Umgebung (Neustadt/Weinstraße, Landau, Wörth, Karlsruhe) mit natürlich mehr als ausreichenden Rapporten, bevor ich dann langsam Hunger bekam und alles wieder abbaute.

Fazit:

Alles in Allem war es trotz geringer Teilnehmerzahl bei der FM Session ein netter Funknachmittag in freier Natur. Ein Vorteil war, dass man durchaus auch noch Zeit für einen kurzen Schnack hatte.
Vielen Dank an die Veranstalter für die Vorbereitung und nun folgende Auswertung. Es ist zu wünschen, dass dieser Wettbewerb künftig bestehen bleibt und nach und nach mehr Teilnehmer an sich zieht. Ich würde jedenfalls raten noch durchzuhalten!
Um die Attraktivität des Wettbewerbs zu erhöhen, könnte man die Regeln vielleicht dahin gehend ändern, dass die Punktzahl (zusätzlich?) von der überbrückten Entfernung abhängig ist. Damit würde man auch einen Anreiz für Teilnehmer außerhalb der näheren Umgebung des Kraichgaus geben (ähnlich des [external link] BBT, der ja auch Teilnehmer weit außerhalb Bayerns hat).

 

Noch zwei Impressionen:

FT-817ND und Log
FT-817ND und Log

Mein Standort mit Wasserturm 
Mein Standort mit Wasserturm

 

 

 

 

 

Erprobung der Maßbandantenne "im Feld"

Nach dem [internal link] verregneten Bastelnachmittag folgte ein trockener, aber nicht zu heißer Sommersonntag. Ideale Bedingungen also, um die fertig gestellte Portabel-Antenne auszuprobieren.

Da unser Garten für einen Dipol voller Länge für das 80m-Band zu klein ist, ging's raus "auf's Feld". In der Nähe gibt es eine Hochebene mit Feldern und einigen Obstbäumen, die mir geeignet schien. Die Aufhängung sollte als Inverted-V an meinem 12m-GFK-Mast von Spiderbeam erfolgen.

Auf dieser Hochebene befindet sich auch ein Jägerhochsitz, an dem ich den Mast zunächst befestigen wollte. So bräuchte ich, keine zusätzliche Abspannung, was das Aufstellen ganz allein enorm erleichtern würde. Aufstellen und Befestigen ansich waren auch kein Problem, jedoch erwies sich das Mittelteil des Dipols wohl doch als ein wenig zu schwer, so dass sich der Mast heftig durchbog:

durchgebogener Mast

Der recht starke Wind machte die Angelegenheit nicht weniger bedrohlich, so dass ich mich entschloss, den Mast wieder einzuholen und das Mittelteil direkt am Jägerhochsitz zu befestigen.

Befestigung des Mittelteils am Hochsitz

Jägerhochsitz mit KW-Antenne
Wohl der einzige Jägerhochsitz mit KW-Antenne in DL!

Der Speisepunkt war nun immerhin auch noch in 5-6 Metern Höhe und die Enden wurden so abgespannt, dass sie ca. 1m über dem Boden waren.

Dipolende abgespannt
Dipolende abgespannt

Theoretisch hatte ich für Resonanz bei 3,6 MHz eine Länge von ca. 19,8m für jede Hälfte errechnet (ca. 3% kürzer als ein gestreckter Dipol). Praktisch erwies sie sich als zu lang. Da ich meinen Antennenanalysator mitgenommen hatte, war dies ruckzuck klar: die Resonanz lag bei ca. 3,37 MHz. Per Dreisatzrechnung ist dann aber die korrekte Länge (ca. 18,5m) schnell ermittelt und dank Maßbandskala auch schnell eingestellt.

In der Praxis musste die Antenne also über 1m kürzer sein als berechnet, um resonant zu sein. Ich führe dies hauptsächlich auf die geringe Höhe der Strahlerenden über Boden (ca. 80-100cm) sowie die aufgerollten Endstücke der Maßbänder zurück. Letztere wirken wie Endkapazitäten, also zusätzlich mechanisch verkürzend bzw. elektrisch verlängernd.

Ich bin mal gespannt, ob die Werte an anderem Ort reproduzierbar sind.

Da die Antenne nun schon mal hing, habe ich noch zwei QSOs in PSK31 gefahren bevor es dann aufgrund des Winds auch etwas kühl wurde und ich alles wieder eingepackt habe.

Stillleben mit Funkgerät und MDA
Stillleben mit Funkgerät und MDA

DL3BC/p in action!
DL3BC/p in action!

DL3BC/p in action, die Zweite!
DL3BC/p in action, die Zweite!

Schöne PSK31-Signal aus PA auf dem MDA!
Schöne PSK31-Signale aus PA auf dem MDA!

Fazit:

  • Der Maßbanddipol ist praktisch zum Mitnehmen.
  • Jedes (Amateurfunk-)Band ist einfach einstellbar.
  • Das Mittelteil ist evtl. etwas zu schwer für die oberste Spitze des sonst sehr stabilen Spiderbeam-Masts => ich baue vielleicht nochmal eines ohne Balun/Mantelwellensperre.
  • Die Maßbänder haben eine höhere Windlast als einfache Drähte, was aber bei 1cm Breite noch nicht zu kritisch ist.
  • Beim Hantieren mit den Bändern sollte man evtl. Arbeitshandschuhe tragen, da man sich damit schneiden kann.
  • Es hat Spaß gemacht, damit zu experimantieren (und das ist das Wichtigste)!

 

 

Bastelprojekt: Maßband-Dipol

Mir schwebte schon länger vor, für Portabel-Zwecke einen Kurzwellen-Dipol aus zwei Stahlbandmaßen zu bauen. Ideal erschien mit die Idee, die benötigte Länge auszurechnen und dann einfach per Maßbandskala einzustellen. Außerdem hätte man so eine recht kompakte Einheit für den Rucksacktransport.

Bislang ist es jedoch an geeigneten Maßbändern gescheitert, denn die Antenne sollte noch im 80m-Band nutzbar sein. Somit bräuchte man 2 Maßbänder á 20m Länge. Bei einem Baumarktbesuch habe ich sie nun entdeckt: 20m lang und 1cm breit (viele der längeren Maßbänder sind breiter und damit schwerer und unhandlicher).

Ein verregneter Nachmittag reichte, um daraus einen Portabel-Dipol zu bauen. Dabei ging's hauptsächlich um die Einspeisung. Diese sollte nicht auf der Rollenseite erfolgen, weil dies elektromechanisch nur sehr schwer zu realisieren gewesen wäre. Vielmehr sollte sie sozusagen an den Nullpunkten der Maße erfolgen. Die je nach Frequenz nicht benötigten aufgerollten Meter Maßband spielen ja für die Resonanz keine Rolle (das stimmt nicht ganz: sie wirken, wie Endkapazitäten, ein wenig mechanisch verkürzend bzw. elektrisch verlängernd).

Hier meine Skizze dazu:

[klicken für Vergößerung]

Das Endprodukt ist dann auch recht ähnlich geworden ;-)

Mittelteil
Mittelteil

Detail Speisung
Detail der Speisung

gesamte Antenne
gesamte Antenne

Rückseite des Mittelteils
Rückseite des Mittelteils mit Aufnahme für das oberste Segment meines GFK-Masts

Mittelteil demontiert
Mittelteil demontiert

Die Speisung erfolgt nicht über einen Balun, sondern über eine Mantelwellensperre nach HB9ABX. Dazu habe ich insgesamt 12 Windungen RG174 über einen Ringkern FT140-43 gewickelt, jeweils 6 Windungen in gegensätzlichem Wickelsinn, was gemäß HB9ABX besonders kapazitätsarm sein soll. Man hätte auch 2x 5 Windungen RG58 nehmen können (der Kern ist groß genug), aber das hatte ich gerade nicht zur Hand - genausowenig wie einen kleineren Kern des selben Materials.

Technische Daten:

  • Länge: max. 40m (2x 20m)
  • Gesamtgewicht: 970g (Mittelteil und beide Maßbänder)
  • Speisung: koaxial, 50 Ohm (PL-Stecker)
  • Anpassung Koaxialkabel - Symmetrische Antenne: Mantelwellensperre nach HB9ABX
  • Belastbarkeit: 100W CW (nach HB9ABX aufgrund des verwendeten Kabels RG174 für die Mantelwellensperre)
  • reine Schönwetter-Antenne, da keinerlei Feuchtigkeitsschutz vorhanden!

Am nächsten Tag war das Wetter besser. So konnte gleich die praktische Erprobung "im Feld" (fast wörtlich zu nehmen) erfolgen: siehe [internal link] Blog-Eintrag vom 25.07.2010.

 

 

nochmal BBT: die Ergebnisse

Gestern trafen die Ergebnisse des [external link] Bayerischen Bergtags (BBT) per E-Mail ein. Ich bin sehr zufrieden mit meinem 9. Platz beim Sommer-BBT auf 2 Meter am 02.08.2009. 19 Punkte wurden gegenüber meinem selbsterrechneten Ergebnis abgezogen; da war dann wohl doch noch ein kleiner Fehler in meinem Log.

siehe auch: [internal link] mein Bericht vom 03.08.2009

[external link] Ergebnistabelle auf der BBT-Homepage

Zum Schluss noch eine kleine Impression:
meine Antennen (2x 4-Element-Yagi nach DK7ZB) vor dem Sendeturm auf der Hornisgrinde:

DL3BC's Antennen beim BBT 2009 auf der Hornisgrinde

 

 

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