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"Unboxing plus" des Antennentuners LDG RT-100

Ich plane meinen "Antennenpark" demnächst um eine vertikal polarisierte Antenne zu bereichern. Diese soll auf möglichst allen KWKurzwelle-Bändern vom 30mentspricht 10 MHz-Band aufwärts einsetzbar sein. Aus diesem Grund habe ich mich für eine nicht-resonante Antenne entschieden, die über einen direkt am Speisepunkt befindlichen automatischen Antennentuner an die ImpedanzWechselstromwiderstand von 50 Ohm des Antennenkabels angepasst wird.

Zur Antenne werde ich demnächst noch mehr schreiben. Nun erst einmal zum Antennenanpassgerätengl.: Tuner.

Warum soll der Tuner direkt am Speisepunkt der Antenne betrieben werden?

Da die Antenne nicht-resonant konzipiert wird, wird sie auf den Betriebsfrequenzen (in den Amateurfunkbändern) an ihrem Speisepunkt immer ein Fehlanpassung zur Impedanz des Antennenkabels haben. Idealerweise wird diese Fehlanpassung exakt an dieser Stelle ausgeglichen. Sonst kann es vorkommen, dass sich auf dem Antennenkabel [external link] Mantelwellen bilden. Diese wiederum können Störungen in benachbarten TV- und Radiogeräten sowie einen schlechten Wirkungsgrad durch "Verbrennen" der (ohnehin schon geringen) HF-Leistung zur Folge haben.

Folgende Kriterien waren für die Auswahl des Tuners entscheidend:

  • wetterfestes Gehäuse, da der Tuner direkt am Speisepunkt der Antenne, also im Freien, montiert werden soll
  • automatische Abstimmung, da ein Bandwechsel ohne manuelles Nachstimmen möglich sein soll
  • minimal für's Abstimmen erforderliche HFHochfrequenz-Leistung muss 5W oder weniger sein, da ich viel QRPmit kleiner Sendeleistung, max. 5 Watt arbeite
  • maximale HF-Leistung: min. 100W (für den Fall, dass ich doch irgendwann einmal einen "großen" TransceiverFunkgerät habe
  • Zuführung der für den Tuner erforderlichen Betriebsspannung möglichst über das Antennenkabel, anstelle eines separaten Kabels (nice to have, aber nicht zwingend)
  • preislich sollte er auch nicht aus dem Rahmen fallen

Zur Auswahl standen folgende Modelle:

  • [external link] CG-3000 von CG Antenna
    ein viel gelobter Tuner aus chinesischer Produktion
    Preis z.Zt. ca. 280,- €
    schied aus, da die für eine Abstimmung erforderliche HF-Leistung min. 10 Watt beträgt, die ich mit meinem [internal link] Yaesu FT-817ND keinesfalls erreiche
  • [external link] MFJ-993BRT von MFJ Enterprises
    renomierter US-Hersteller
    Preis z.Zt. ca. 350,- €
    schied wegen des Preises aus
  • [external link] RT-100MKII von LDG
    US-amerikanischer Produzent, aber "Made in Taiwan" (was nichts Schlechtes bedeuten muss!!!)
    Preis z.Zt. ca. 280-300,- € (alte Version ohne Fernspeiseweiche/Fernbedienung um 200,- €)
    => hat am Ende das Rennen gemacht, da preislich attraktiv und von den Leistungsdaten passend:
    min. für Abstimmung erforderliche Leistung: 0,1 W (!), max. 125 W (bei FM oder Digi-Modes max. 30 W)
    anpassbarer Imbedanzbereich: 4...800 Ohm
    Außerdem [internal link] betreibe ich bereits seit ca. 4 Jahren einen LDG-Tuner vom Typ Z11 pro II, der sehr zuverlässig funktioniert.

Entschieden und bestellt (kleiner Tipp: unbedingt die Preise vergleichen. Man kann bis zu 10% sparen, wenn man nicht beim bekanntesten deutschen Händler bestellt)!

Und nun zum beliebten und bereits in der Überschrift angekündigten Unboxing:

Lieferumfang:

LDG RT-100 MKII: Lieferumfang

Die "MKII"-Version beinhaltet neben dem eigentlichen Tuner RT-100 (grau, rechts im Bild) auch die Fernspeiseweiche/Fernbedienung RC-100 (schwarz, links unten). Hinzu kommt ein DC-Anschlusskabel und eine Mastschelle für Durchmesser bis 50mm.

LDG RT-100 MKII: Bedienungsanleitungen

Außerdem bekommt man zu RT-100 und RC-100, jeweils zwei Bedienungsanleitungen: Original auf Englisch, Übersezung auf Deutsch (interessanterweise stammt die deutsche Übersetzung vom wohl bekanntesten deutschen Amateurfunk-Verdandhändler, obwohl ich nicht dort bestellt habe).

Tuner LDG RT-100, Anschlussseite (unten):

LDG RT-100 MKII: Anschlussseite (unten)

Zwei mit Gummis gegen das Gehäuse abgedichtete SO-239-Buchsen und eine Schraube für die Erdung.

Tuner LDG RT-100, geöffnet:

LDG RT-100 MKII: geöffnet

Wie zu erwarten: viele Relais, ein paar Induktivitäten auf Ringkernen, sowie einige Kapazitäten und ein Microcontroller zur Steuerung. Die LED beleuchtet das Gehäuse von innen, damit sich die Bauteile im Dunkeln nicht fürchten ;-)

Fernspeiseweiche/Fernbedienung RC 100, von vorn:

RC 100, von vorn

Die Status-LED zeigt nur an, ob die Betriebsspannung eingeschaltet ist, jedoch keinen Tuning-Status. Mit dem "Tune"-Taster kann man den Abstimmvorgang ggf. noch einmal manuell starten. Normalerweise fängt der Tuner aber sobald er mit HF versorgt wird automatisch an zu "tunen".

Fernspeiseweiche/Fernbedienung RC 100, von hinten:

RC 100, von hinten

Wieder zwei SO-239-Buchsen für "angeschirmte Bananenstecker" (die für den Frequenzbereich jedoch vollkommen ausreichend sind!), sowie der Betriebsspannungsanschluss.

Fernspeiseweiche/Fernbedienung RC 100, geöffnet:

RC 100, geöffnet

Nicht viel drin, außer L und C für die Einkopplung der Betriebsspannung.

Kurzer Test:

Nach dem Auspacken (Neudeutsch: Unboxing) habe ich den Tuner zum Funktionstest an meiner bisherigen Antenne, jedoch im ShackFunkbude ausprobiert, da die neue Antenne noch nicht fertig montiert ist.

An dieser ca. 17,2m langen (also ebenfalls auf den Amateurfunkbändern nicht-resonanten) Antenne konnte er auf allen Bändern von 10 bis 80m ein SWR von <1,5 erreichen, auf 160m schaffte er nur 1:2. Die Abstimmung dauerte beim ersten Mal auf einer bestimmten Frequenz maximal 5s. Wenn eine bereits verwendete Frequenz zum wiederholten Mal verwendet wurde, dauert das Abstimmen weniger als 1s (da der Abstimmungswert dann aus dem Speicher gelesen und wieder verwendet wird). Genauso gut funktioniert mein bisheriger Tuner LDG Z11 pro II auch - also kein Grund zur Beanstandung!

 

Weitere Informationen zum LDG RT-100:

[external link] YO9RTF zum RT-100 [in englischer Sprache]

[external link] Herstellerseite [in englischer Sprache]

[external link] Handbuch [in englischer Sprache]

[external link] Nutzerberichte auf eHam.net [in englischer Sprache]

 

 

 

 

 








 

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