Urlaub

warning: Creating default object from empty value in /data/web/1/000/039/301/136510/htdocs/modules/i18n/i18ntaxonomy/i18ntaxonomy.pages.inc on line 34.

Urlaub auf Samos (SV8)

Anfang Oktober 2009 habe ich mit meiner XYL 14 Tage Urlaub auf der [external link] griechischen Insel Samos gemacht. Auch das Funkgerät war wieder dabei. Nach den [internal link] Frusterlebnissen des voran gegangenen Urlaubs sollte es diesbezüglich nun erfolgreicher werden, auch wenn der Amateurfunk nicht die Hauptrolle des Urlaubs spielen sollte.

So habe ich mich entschieden, dieses Mal eine für PSK31 geeignete Ausrüstung mitzunehmen. Da ich bislang keinen Laptop besitze, sah ich mich nach den verschiedenen Möglichkeiten um. Ich habe mich dann für einen PocketPC (auch PDA/MDA genannt) entschieden, weil dies die Platz und Gewicht sparendste Lösung ist, die damit auch für andere Portabel-Aktivitäten zu gebrauchen ist. Da traf es sich gut, dass ein OM über den [external link] FA-Kleinanzeigenmarkt einen alten [external link] T-Mobile MDA sogar mit einem Datenkabel für's FT-817 zu verkaufen hatte.

Meine Ausrüstung bestand nun aus meinem FT-817ND, dem MDA mit installierter Software [external link] MobileLog von N0HR [in englischer Sprache] und [external link] PocketDigi von OK1IAK [in englischer Sprache], einem Fuchskreis (aus einem [external link] Bausatz von QRPproject) für die Anpassung eines endgespeisten Drahtes, insgesamt 41 m Draht (in Abschnitten zu 21 m und 20 m) sowie einem kleinen Schaltnetzteil.

Urlaubsausrüstung
Meine Urlaubsausrüstung

Zuvor hatte ich die Außenanlage unseres kleinen Appartments anhand von Fotos des Anbieters so gut es ging nach Möglichkeiten für das Spannen des Antennendrahts abgecheckt. Zumindest schien es nicht unmöglich zu sein, da in der näheren Umgebung einige Olivenbäume zu sehen waren und das Appartment über zwei Stockwerke verfügte.

Die gesamte Funkausrüstung habe ich im Handgepäck transportiert, was bei der Kontrolle prinzipiell keine Probleme machte. Ich musste lediglich einige Teile nochmal einzeln "durchleuchten" lassen, da wohl aufgrund der hohen Packungsdichte kein auswertbares Röntgenbild zustande kam. Wenn man dabei freundlich und gelassen bleibt, ist das für alle Beteiligten kein Problem.

Am Tag nach der Ankunft ging's dann ans "Antennenaufhängen". Wie anhand der Bilder vermutet, gab es hinter dem Haus einen steilen Hang mit etlichen Olivenbäumen. Außerdem gab es im Obergeschoss auch ein Fenster nach hinten raus. Mir gelang es eine Angelschnur über einen ca. 20-30 m entfernten Baum zu werfen und daran das eine Ende des Antennendrahts von 21 m Länge zu befestigen. Das andere Ende befestigte ich an den Scharnieren des Fensterladens und führte es durch's Fenster nach innen.

Der Draht hing entlang des Hangs im 30°-Winkel etwa 3-5 m über Grund mit freier Sicht in Richtung Osten. Im Norden schattete Samos' höchster Berg, der Kerkis, und nach Westen der besagte Hang die Abstrahlung ab. Sicher keine optimalen DX-Verhältnisse, aber für ein paar QSOs zwischendurch würde es wohl reichen.

Antenne
Der endgespeiste Antennendraht vom Fenster zum Olivenbaum

In der Tat gelangen auf 20m in PSK31 etliche Verbindungen nach RA, UA, UK aber auch nach OK, F. SSB habe ich gar nicht erst versucht. Ich habe auch öfters CQ gerufen und dabei die IOTA-Referenz genannt, aber das schien niemanden zu interessieren (EU-049 ist wohl auch nicht gerade selten zu arbeiten).

FT-817 und MDA in action
Hier sieht man den MDA und das FT-817 mit vorgeschaltetem Fuchskreis und dem Ende des Antennendrahts "in action"

Zunächst hatte ich noch überlegt den SOTA-Gipfel SV/AG-025 (Kerkis, mit 1443 m höchster Berg auf Samos) erstmalig zu aktivieren. Aber der Aufstieg hat wohl eher alpinen Charakter und sollte keinesfalls allein unternommen werden. Außerdem hätte ich nicht gewusst, wie ich dort eine Antenne hätte errichten können, da auf den Bildern vom Gipfel keinerlei Vegetation und auch kein Gipfelkreuz erkennbar war. Vielleicht klappt's beim nächsten Samos-Urlaub... Die Insel hat uns jedenfalls so gut gefallen, dass wir wohl irgendwann nochmal wieder kommen werden.

Fazit:

Gemessen am Aufwand waren die Ergebnisse zufriedenstellend und eine nette Abwechslung zwischendurch. Als DXpedition war der Urlaub ja sowieso nicht geplant.

 

 

Urlaub auf Lanzarote als EA8/DL3BC

In der zweiten Oktoberhälfte 2010 waren ich und meine XYL  "zum Aufwärmen" vor der langen, kalten Winterzeit wieder auf Lanzarote. Auch dieses Mal war mein [internal link] FT-817 mit dabei. Außerdem hatte ich erstmals als Antenne meine [external link] MP-1 von Super Antennas und meinen MDA (siehe auch [internal link] hier) dabei.

Diese Ausrüstung habe ich mit Bedacht aufgrund meines Frusterlebnisses beim letzten Lanzarote-Urlaub, bei dem ich nicht ein einziges QSO ins Log bekommen hatte, und der guten Erfahrungen [internal link] auf Samos im vergangenen Jahr ausgewählt. Dies stellte sich als gute Entscheidung heraus!

Das gesamte "Funk-Gedöns" hatte ich für die Flugreise (wie immer) in einem Rucksack für's Handgepäck verstaut. Bei den Kontrollen an den Flughäfen musste ich zwar alles auspacken und vorzeigen, aber dann ging alles problemlos durch.
Ich glaube, es hilft auch, wenn man ruhig und freundlich bleibt, sofort sagt "Ja, das ist meine Tasche, deren Inhalt auf dem Röntgenschirm so komisch aussieht." und sofort bereit ist, alles auszupacken und zu zeigen.

Die Bedingungen vor Ort waren sehr gut. Wir hatten eine Ferienwohnung direkt am Meer im 1. OG. mit Dachterrase darüber - ideal für die Montage einer kleinen Vertikalantenne, wie die MP-1.

MP-1 und FT-817
Die MP-1 Antenne an der Brüstung der Dachterrasse und das FT-817 mit MDA und Netzteil auf dem Tisch davor

Dieses Mal hatte ich mir (auch aufgrund der inzwischen besseren ConDX) vorgenommen, den Atlantik funktechnisch zu überwinden. Und siehe da: gleich das erste QSO mit W5JAY in Fort Smith, Arkansas! Da war ich happy!! Es war zwar nur eine kurze Öffnung auf 12m, aber immerhin. Ich habe noch ein paar PY, LU, CE gehört, aber sie leider nicht erwischt. Europa ging aber praktisch immer (sowohl auf 20m, 17m und 12m). Komischerweise war 15m in PSK31 ziemlich tot, obwohl in SSB (auch DX) einiges los war.

Das Ganze lief jedoch sehr im "holiday style" ab, so dass es am Ende gar nicht so viele QSOs waren. Insbesondere in der ersten Urlaubswoche standen meine XYL und andere Aktivitäten im Vordergrund. Es war ja auch keine DXpedition (so selten sind EA8 und IOTA AF-004 nun auch wieder nicht!), sondern Urlaub.

Fazit:

Es hat mal wieder viel Spaß gemacht!
Die MP-1 funktioniert, zumindest auf den oberen Bändern (20m aufwärts), sehr gut. Auf den anderen Bändern hatte ich es nicht versucht.
Die Ausrüstung erwies sich als guter Kompromiss zwischen Volumen, Gewicht und Leistungsfähigkeit. Alles zusammen wiegt nur ca. 5kg.

 

 

 

Inhalt abgleichen