Station

Stationär benutze ich folgende Ausstattung:

Transceiver: Yaesu FT-817ND

Mein FT-817ND

Ich glaube fast jeder Funkamateur kennt dieses kleine Gerät oder hat zumindest davon gehört. Für alle, die es nicht kennen, hier die Hauptmerkmale:

  • alle Amateur-Bänder von 160 m bis 70 cm (1,8 bis 440 MHz)
  • Empfangsbereich: 0,1-56 / 76-154 / 420-470 MHz
  • alle Betriebsarten (FM, SSB, CW, AM, digital, außer D-Star)
  • Ausgangsleistung: max. 5 W
  • wirklich portabel! (Größe wie ein Buch, eingebauter Akku)

Mehr Details in der [external link] RigPix database [in englischer Sprache].

Für mich besteht der größte Vorteil darin, dass diese Eier legende Wollmilchsau auch portabel genutzt werden kann. 
Außerdem benötigt sie nicht viel Platz auf meinem Schreibtisch, denn ich habe kein Shack nur für den Amateurfunk. Alles muss Platz in einer kleinen Ecke meines Heimarbeitsplatzes finden.

HF-Clipper Sprach-Prozessor

SSB-BetriebSprechfunk mit Einseitenbandmodulation mit QRP-Leistung (max. 5 W) ist grundsätzlich etwas schwierig. Aufgrund der hohen Bandbreite des Sprachsignals im Vergleich zu CWMorsen oder anderen digitalen Betriebsarten [internal link] PSK31 ist das Signal-zu-Rausch-Verhältnis schlechter. Außerdem kann das menschliche Ohr (oder besser das Gehirn) Morse-Zeichen zwischen allen möglichen Hintregrundgeräuschen (QRN, QRM) besser als Sprache "dekodieren".

Daher ist eine möglichst hohe Effizienz beim SSB-Betrieb wünschenswert. Es gilt eine möglichst hohe HF-Ausgangsleistung aus dem Sprachsignal zu erzeugen. Um dies zu erreichen, gibt es verschiedene Wege.
Ein möglichst konstantes Signal bei lauteren und leiseren Sprachpassagen ist dabei wünschenswert. Aus diesem Grund werden oft so genannte Dynamikkompressoren oder Audio-Begrenzer (Clipper) eingesetzt. Beide Methoden haben Nachteile. Kompressoren müssen der Stimme des Sprechers angepasst werden, um möglichst gute Resultate zu erzielen. Begrenzer erzeugen Verzerrungen im Audiosignal, da dessen Amplitude bei vorgegebenen Werten einfach "abgeschnitten" wird. Diese Verzerrungen kann man nicht vollstänig wieder herausfiltern.
Der so genannte HF-Clipper hat diesen Nachteil nicht. Wie funktioniert er?
Im Prinzip genauso wie ein Audio-Begrenzer, nur dass hier die Begrenzung nicht im niederfrequenten Audiosignal sondern in einem hochfrequenten Signal vorgenommen wird. Bevor das Mikrofonsignal begrenzt wird, wird es mit einem HF-Signal gemischt und so in ein amplitudenmoduliertes HF-Signal transformiert. Nun wird dieses HF-Signal so verstärkt, dass die niedrigsten Amplituden 6dB unter der maximal möglichen Verstärkung bleiben. Dies bewirkt eine Begrenzung aller Amplituden, die größer als 6dB der geringsten sind. Auch dies führt zu Verzerrungen (z.B. harmonische Oberwellen) in diesem HF-Signal. Jedoch ist dem HF-Verstärker ein HF-Filter nachgeschaltet, um diese wieder herauszufiltern. Nach dem Filter wird das Signal wieder demoduliert, so dass man wieder ein niederfrequenzes Audiosignal vorliegen hat, jedoch mit einer konstanteren Amplitude (max. 6dB Dynamik). Dieses Signal wird dann statt des normalen Mikrofonsignals dem Audioeingang des Funkgerätes zugeführt.
Die Erfahrung zeigt, dass damit um ca. 1-2 S-Stufen höhere Signale als mit dem Standardmikrofon erzielt werden. Bei mir hat sich der HF-Clipper insbesondere im [internal link] Portabel-Betrieb bewährt.

Blockschaltbild des HF-Clippers
Blockschaltbild des HF-Clippers

Joachim, DF4ZS, hat einen HF-Clipper entwickelt, der in das Standard-Mikrofongehäuse des FT-817ND (und FT-857, FT-897) passt, wenn die Standard-Mikrofonkapsel durch eine Electretkapsel ersetzt wird. Mehr Informationen dazu auf [external link] Joachims Homepage [in englischer Sprache]/[in German language], wo man auch fertig aufgebaute und abgeglichene Module erwerben kann. 

Antenne: nicht-resonanter, endgespeister Strahler

Meine Anforderungen an eine Kurzwellenantenne:

  • Verwendbarkeit auf möglichst vielen Kurzwellenbändern
  • möglichst unauffällig

Die Anordnung sieht so aus:
   Drahtantenne l=17m

Die eigentliche Antenne (Strahler) besteht aus einem 17,2m langem Kupferlackdraht von 0,35mm Durchmesser und ist somit fast unsichtbar. Dieser Draht wird in ca. 3m Höhe horizontal vom Haus weggeführt und nach ca. 12m durch ein PVC-Rohr abgestützt. Am Ende befindet sich eine ca. 1,5m lange Angelschnur, die den Draht an einem Zaun abspannt.

Als Gegengewicht dient das am Haus entlang führende Regenrohr, das mit dem Blitzableiter verbunden und damit auch geerdet ist. Die Verbindung mit dem Regenrohr habe ich mittels einer Erdungsschelle hergestellt. Die Einspeisung erfolgt zur Zeit direkt aus dem Koaxkabel mit 50 Ohm Impedanz.
Um die Anpassung an den Transceiver herzustellen, verwende ich:

Antennenanpassgerät: LDG Z-11 pro II

mein LDG Z-11 pro II (unten) mit meinem Yaesi FT-817ND
mein LDG Z-11 pro II (unten) mit meinem Yaesu FT-817ND

Eigenschaften:

  • vollkommen autark, also abgesetzt, betreibbar (CAT-Schittstelle vorhanden, aber nicht zwingend erforderlich)
  • Abstimmbereich von 160m bis 6m
  • Anpassung von Impedanzen von 6 bis 1000 Ohm
  • Abstimmung bereits mit sehr kleinen Leistungen (100mW), aber auch bis zu 125W, falls ich mal kein QRP mache
  • 2000 Speicher für schnelle Abstimmung
  • Batteriebetrieb möglich

Künftig soll der Tuner in einem wetterfesten Gehäuse direkt am Speisepunkt des Strahlers betrieben werden. Aber auch die derzeitige Anordnung funktioniert schon recht gut.

Mit diesem Tuner kann ich meinen 17,2m langen endgespeisten Strahler (s.o.) auf allen Bändern von 3,5 bis 50 MHz anpassen.

(Mehr zu Antenne und Tuner in meinem [internal link] Blog-Artikel vom 2011-04-26)

SWR-Meter: AVAIR SX-601

SWR-Meter
Mein SWR-Meter AVAIR SX-601 (geeignet für den Bereich von 1,8 bis 525 MHz)

Sieht es nicht sehr dem Diamond SX-600 ähnlich??? Auch die technischen Daten sind quasi identisch. Ich vermute beide kommen vom selben (chinesischen?) Hersteller und werden nur anders etikettiert.

 

Digital Mode Interface

Digital Mode Interface von M0AQC
Das Interface im offenen Zustand

Für die digitalen Betriebsarten (wie [internal link] PSK31) wird ein Interface zwischen PC (Sound-Karte) und des Funkgerät benötigt. Um Masseschleifen und die dadurch verursachten Probleme zu vermeiden sollte nämlich beides galvanisch voneinander getrennt betrieben werden.
Für die analogen Signale verwendet man dazu am einfachsten NF-Übertrager1:1-Transformator.
Für das (digitale) PTT-SignalSendesignal können Opto-Koppler verwendet werden. Die meisten Programme for digitale Betriebsarten verwenden das RTS-Signal einer seriellen SchnittstelleCOM1 oder COM2 etc., um die PTT zu steuern.

Ich verwende ein Interface von [external link] M0AQC [in englischer Sprache] und bin damit sehr zufrieden ([external link] weitere Erfahrungsberichte bei eHam.net [in englischer Sprache])! Es arbeitet ebenfalls mit NF-Übertragern und Opto-Kopplern.

Netzteile

Schaltnetzteil Difona SPS-1229

Schaltnetzteil Difona SPS-1229

Hierbei handelt es sich um ein Schaltnetzteil mit einer Ausgangsspannung von 12 Volt und einem Ausgangsstrom bis maximal 30 Ampere. Auch wenn es für ein QRP-Gerät wie das FT-817ND etwas überdimensioniert ist, habe ich mich dafür entschieden, da ich evtl. auch mal eine externe Endstufe damit betreiben möchte.

Solange ich noch für Empfangszwecke eine Indoor-Antenne nur einen halben Meter entfernt vom Netzteil verwendet habe, konnte ich das Störgeräusch vom Schaltnetzteil auf allen KW-Bändern deutlich vernehmen.
Die Frequenz dieser Schwingung ist nicht stabil. Das Netzteil hat allerdings ein Potenziomenter "Noise Offset", um die Schaltfrequenz (und damit die Störfrequenz) zu verändern. Damit kann man dann das Störgeräusch von der gerade verwendeten Frequenz wieder wegdrehen. Allerdings kommt es nach einiger Zeit wieder zurück. Das war auf die Dauer natürlich etwas nervig.
Aber seitdem ich eine Antenne außerhalb des Hauses in mehr als 10 Metern Entfernung vom Netzteil verwende, tritt kein hörbares Störgeräusch mehr auf. Über die Spannungsversorgung kommt also nichts in den Empfänger.

Schaltnetzteil MAAS SPS-8041
(identisch mit Manson SPS-8041)

power supply MAAS SPS-8041

Dieses sehr leichte Netzteil benutze ich für meine Urlaubsreisen mit dem Flugzeug.

Zunächst war ich etwas skeptisch bezüglich solcher Schaltnetzteile. Aber ich wurde positiv überrascht! Ich habe es mit meinem FT-817 in SSB getestet, indem ich zwischen Versorgung aus dem Netzteil und dem internen Akku hin und her geschaltet habe (durch Aus- und Einschalten des Netzteils). Während dieses Tests habe ich einen Dipol in ungefähr 5 Meter Entfernung vom Netzteil benutzt. Auf einem zu diesem Zeitpunkt ansonsten toten Band (30m) konnte ich nur einen extrem geringen Anstieg des Rauschens bei eingeschaltetem Netzteil wahrnehmen. Es ist natürlich nicht 100% perfekt, aber doch ein guter Kompromiss zwischen Gewicht und Performance.

Das Netzteil liefert 3 bis 12 V in Stufen von 1,5 V und bis zu 3 A Ausgangsstrom.