SOTA - Summits On The Air

SOTA - Gipfel auf Sendung

Wie bereits [internal link] erwähnt sind meine Möglichkeiten Antennen zu bauen bei meiner derzeitigen Wohnung sehr eingeschränkt. Deshalb bin ich hauptsächlich portabel QRV. Als kleinen Anreiz nehme als so genannter Aktivierer am SOTA-Programm teil. Da ich am nordwestlichen Rand des Schwarzwalds wohne, ist es nicht schwer dafür geeignete Plätze zu finden.
Leider wird es ab 2009 einige entscheidende Änderungen speziell in der SOTA-Assoziation DM (Deutsche Mittelgebirge) geben. Mehr Informationen und meine Meinung darüber [internal link] weiter unten.

Das SOTA-Logo
Das SOTA-Logo

Was ist SOTA?

SOTA ist ein Programm, das Anreiz schaffen soll, von Berggipfeln aus portabel Betrieb zu machen. Man kann in zwei Kategorien an STA teilnehmen:
- als Aktivierer, der auf Gipfeln Betrieb macht
- als Jäger, der versucht die Aktivierer von beliebigem Standort aus (zuhaus, mobil oder auch portabel) zu arbeiten.
The Aktivierer erhalten eine bstimmte Puktzahl pro Aktivierung mit mindestens 4 QSOs. Die Punkzahl hängt von der Höhe des Gipfels und der Jahreszeit ab (Bonuspunkte im Winter).
Die Jäger erhalten Punkte für QSOs mit den Aktivierern.
Weitere Hauptregeln für Aktivierer:
- Der Gipfel muss mit Muskelkraft (d.h. ohne Motorfahrzeug, ohne Huschrauber ;-) erreicht werden, Mountain-Bikes sind aber erlaubt).
- Stromversorgung nur aus Batterien, Solarzellen etc., nicht aus dem Netz oder von Generatoren. 
- Die ganze Ausrüstung muss selbst transportiert werden.
- Keine QSOs über Relais.
Wenn Du mehr wissen willst, kannst Du die SOTA-Regeln von der SOTA-Webseite als [external link] PDF herunterladen. 
Alle Teilnehmer (Aktivierer und Jäger) übermitteln ihre Logs an die SOTA-Datenbank per [external link] Web-Interface. Es sind keine QSL-Karten notwendig.
Die Datenbank ist für Jedermann zugänglich (z.B. [external link] Aktiviererergebnisse).

Meine SOTA-Erfahrungen

Bislang war ich nur auf 2m und 70cm hauptsächlich in SSB aktiv. Allerdings ist hier im Schwarzwald und Umgebung nicht allzu viel Betrieb auf diesen Bändern, nicht einmal am Wochenende. Aber bisher war es kein Problem die minimale Anzahl von 4 QSOs zu erreichen.

Das bin ich auf dem Hundsrücken
Das bin ich auf dem Hundsrücken
(SOTA-Referenz [external link] DM/BW-028, Höhe = 1080 m)

Da ich mittlerweile einen Portabel-Tranceiver [external link] Yaesu FT-817ND für alle Bänder von 160m (Kurzwelle) bis 70cm (UKW) besitze, plane ich meine Ausrüstung um eine brauchbare portable Antenne für 40m zu erweitern und mich mal auf Kurzwelle zu versuchen.

Was man für eine SOTA-Aktivierung benötigt

Im Prinzip kann man sich sein 2m-FM-Handy mit der eingebauten Gummiwendel schnappen, einen Gipfel erklimmen (der in der [external link] SOTA-Referenzliste enthalten ist) und von dort aus loslegen. Ich bin sicher, dass man auf diese Weise meistens genügend QSOs zustande kriegt.
Für mich hat SOTA (und Amateurfunk an sich!) allerdings einen eher experimentellen und herausfordernden Charakter. Daher versuche ich immer ein Optimum unter den gegebenen Bedingungen (portabel) zu erreichen.
Darum ersteige ich gewöhnlich nicht einfach einen Berg und funke mit der Gummiwendel.

Meine SOTA-Ausrüstung

Da ich bislang nur auf 2m und 70cm aktiv war, ist meine Ausrüstung auch nur für diese Bänder ausgelegt.
Hier eine kurze Liste (ich werde noch eine detailliertere Beschreibung für diese Web-Seite erstellen):

  • Transceiver:
    • Yaesu FT-290R (2m, Allmode, max. Output 2.5 W)
      oder  
    • Yaesu FT-817ND (160m...70cm, Allmode, max. Output 5 W)
  • Antenne:
    • HB9CV für 2m
      oder
    • "Fischgräte" nach [external link] DL4KCJ (eine logarithmisch-periodische Antenne für 2m und 70cm)
  • Antennenkabel: Aircell 7
  • Akkus:
    • FT-817ND:
      • eingebauter NiMH-Akkupack (nur 1600 mAh)
        und
      • externer Akkupack bestehend aus 8 NiMH-"Baby"-Zellen (5600 mAh)
    • FT-290R: 8 NiMH-"Baby"-Zellen (5600 mAh)
  • Antennenmast: Aluminium-Schiebemast, 3,6 m hoch, mit entsprechender Abspannung
  • Zusätzliche Ausrüstung:
    • Topographische Karte der Gipfelgegend
    • ein Kompass um mich zurecht zu finden und die Antenne auszurichten
    • Eine QTH-Locator-Karte von DL und Europa (wer weiß, was gerade möglich ist ;-) ODX = 474 km mit IV3GBO in JN66OA und das mit 2,5 W und HB9CV!)
    • Ein Klemmbrett für das Log (ich benutze Ausdrucke der [external link] vorgefertigten SOTA logs)
    • Genug zu essen und trinken
    • ein Rucksack for den Transceiver usw. und eine Angeltasche für den Mast und die Antenne.

Was ich meiner Ausrüstung noch zufügen möchte

Da ich inzwischen stolzer Besitzer eines FT-817ND, das alle Amateurbänder von 160m bis 70cm abdeckt werde ich als nächstes eine einfache Antenne für 40m basteln. Wahrscheinlich einen Dipol, den ich als Inverted-V benutzen werden.
Eine weitere Idee ist, eine bessere 2m-Antenne. Statt der Duo-Band-Antenne (oben erwähnte "Fischgräte") oder der HB9CV schweben mir zwei gestockte Yagis nach [external link] DK7ZB (-> "2m/70cm-Yagis ultralight") vor.

Weitere Empfehlungen

Es immer wichtig, eine gute Karte von der Gipfelgegend zu haben, um den Weg dorthin zu finden, wenn man kein GPS besitzt (wie ich) oder als Ergänzung zum GPS.
Meine Empfehlung für eine digitale Karte vom Schwarzwald ist der "ADAC TourGuide Schwarzwald", ein Programm auf DVD, mit dem man seine Tour am PC planen und dann zum Mitnehmen ausdrucken kann. Allerdings scheint er momentan (8/2008) nicht mehr lieferbar zu sein.

Ohne GPS sollte man wenigstens eine topografische Karte im Maßstab 1:50.000 oder besser 25.000 mitnehmen.

Auch Google kann sehr hilfreich bei der Planung einer Aktivierung sein. Es gibt inzwischen etliche Web-Seiten mit SOTA-Karten für Google Maps oder Google Earth: siehe [internal link] Linkliste unten.

Das bin ich auf der Badener Höhe
Das bin ich auf der Badener Höhe
(SOTA-Referenz [external link]
DM/BW-047, Höhe = 1002 m)

 

SOTA in Zukunft

Das SOTA-Generalmanagementteam hat bei den Managern der Assoziation DM (Deutsche Mittelgebirge) durchgesetzt, die so genannte P100-Regel strikt anzuwenden. Diese Regel bedeutet, dass jeder Gipfel in der SOTA-Referenzliste eine Prominenz von mindestens 100 m aufweisen muss. Prominenz wiederum ist die Tiefe eines Tals bzw. Sattels zwischen benachbarten Gipfeln.
Dummerweise bestehen die deutsche Mittelgebirge aus hunderten Bergen, die diese Regel nicht erfüllen. Daher werden all diese Gipfel von Januar 2009 an aus der SOTA-Referenzliste entfernt. Die Konsequenz für deutsche SOTA-Aktivierer sind längere Anfahrtswege zu den SOTA-Gipfeln. Und das in Zeiten extrem ansteigender Benzinpreise!
Viele deutsche SOTA-Aktivisten befürchten, dass das SOTA-Programm sehr unattraktiv wird, sobald die P100-Regel inkraft tritt. Einige werden ein deutsches Bergprogramm aufstellen, ähnlich SOTA, jedoch ohne Prominenzregeln. Dieses Programm wird "Deutscher Bergwettbewerb" / "German Mountain Award" heißen und startet im Dezember 2008. Es gibt bereits eine Webseite zu diesem Programm: [external link] http://www.bergwettbewerb.de/.
Andere befürchten, dass ein rein deutsches Programm für ausländische Funkamateure (insbes. "Jäger") unattraktiv wäre. Die Zukunft wird zeigen, ob es Erfolg hat.
Ich bin wegen der o.g. Nachteile ebenfalls gegen die P100-Regel. Nachdem die neue Gipfelliste veröffentlicht ist, werde ich sehen, welche der Gipfel in meine Nähe übrig geblieben sind.

 

Weblinks

Offizielle Seiten:

[external link] SOTA - Offizielle Seite [in English language]

[external link] SOTA Deutschland - Hauptseite
2 SOTA-Assoziationen: [external link] "Deutsche Alpen" und [external link] "Deutsche Mittelgebirge"

[external link] SOTA Watch [in English language]
zeigt aktuelle und künftige Aktivierungen und Spots 

Andere nützliche Seiten:

[external link] SOTA @ flickr [in English language]
SOTA-Bilder bei flickr 

[external link] SOTA-TV [in English language]
SOTA-Videos

[external link] SOTA YahooGroup [in English language]
SOTA-Diskussionsgruppe bei Yahoo! in englischer Sprache