Bastelprojekt: Maßband-Dipol

Mir schwebte schon länger vor, für Portabel-Zwecke einen Kurzwellen-Dipol aus zwei Stahlbandmaßen zu bauen. Ideal erschien mit die Idee, die benötigte Länge auszurechnen und dann einfach per Maßbandskala einzustellen. Außerdem hätte man so eine recht kompakte Einheit für den Rucksacktransport.

Bislang ist es jedoch an geeigneten Maßbändern gescheitert, denn die Antenne sollte noch im 80m-Band nutzbar sein. Somit bräuchte man 2 Maßbänder á 20m Länge. Bei einem Baumarktbesuch habe ich sie nun entdeckt: 20m lang und 1cm breit (viele der längeren Maßbänder sind breiter und damit schwerer und unhandlicher).

Ein verregneter Nachmittag reichte, um daraus einen Portabel-Dipol zu bauen. Dabei ging's hauptsächlich um die Einspeisung. Diese sollte nicht auf der Rollenseite erfolgen, weil dies elektromechanisch nur sehr schwer zu realisieren gewesen wäre. Vielmehr sollte sie sozusagen an den Nullpunkten der Maße erfolgen. Die je nach Frequenz nicht benötigten aufgerollten Meter Maßband spielen ja für die Resonanz keine Rolle (das stimmt nicht ganz: sie wirken, wie Endkapazitäten, ein wenig mechanisch verkürzend bzw. elektrisch verlängernd).

Hier meine Skizze dazu:

[klicken für Vergößerung]

Das Endprodukt ist dann auch recht ähnlich geworden ;-)

Mittelteil
Mittelteil

Detail Speisung
Detail der Speisung

gesamte Antenne
gesamte Antenne

Rückseite des Mittelteils
Rückseite des Mittelteils mit Aufnahme für das oberste Segment meines GFK-Masts

Mittelteil demontiert
Mittelteil demontiert

Die Speisung erfolgt nicht über einen Balun, sondern über eine Mantelwellensperre nach HB9ABX. Dazu habe ich insgesamt 12 Windungen RG174 über einen Ringkern FT140-43 gewickelt, jeweils 6 Windungen in gegensätzlichem Wickelsinn, was gemäß HB9ABX besonders kapazitätsarm sein soll. Man hätte auch 2x 5 Windungen RG58 nehmen können (der Kern ist groß genug), aber das hatte ich gerade nicht zur Hand - genausowenig wie einen kleineren Kern des selben Materials.

Technische Daten:

  • Länge: max. 40m (2x 20m)
  • Gesamtgewicht: 970g (Mittelteil und beide Maßbänder)
  • Speisung: koaxial, 50 Ohm (PL-Stecker)
  • Anpassung Koaxialkabel - Symmetrische Antenne: Mantelwellensperre nach HB9ABX
  • Belastbarkeit: 100W CW (nach HB9ABX aufgrund des verwendeten Kabels RG174 für die Mantelwellensperre)
  • reine Schönwetter-Antenne, da keinerlei Feuchtigkeitsschutz vorhanden!

Am nächsten Tag war das Wetter besser. So konnte gleich die praktische Erprobung "im Feld" (fast wörtlich zu nehmen) erfolgen: siehe [internal link] Blog-Eintrag vom 25.07.2010.

 

 

HAM RADIO Friedrichshafen 2010

Nach 2008 war ich in diesem Jahr das zweite Mal auf der [external link] HAM RADIO in Friedrichshafen. Hier ein paar Momentaufnahmen.

Mein erster Weg führte mich wieder in die Flohmarkthallen:

HAM RADIO 2010
Wie immer ein reichhaltiges Angebot...

HAM RADIO 2010
...für jede und jeden ist mindestens eine Kleinigkeit dabei...

HAM RADIO 2010

HAM RADIO 2010
...aber ein kritisches Auge sollte man dabei immer haben...

HAM RADIO 2010
...professionelle Messtechnik (auf dem vorletzten Stand der Technik) für den Amateur...

HAM RADIO 2010
...dito...

HAM RADIO 2010
...wenn auch nicht immer für Jedermanns Geldbeutel...

HAM RADIO 2010
...oder ganz altes, aber robustes Zubehör (hier Antenenanpassgerät in olivgrün)...

HAM RADIO 2010
...Schätze nicht aus Omas Schatz- aber Musiktruhe...

HAM RADIO 2010
...noch ein Schätzchen...

HAM RADIO 2010
...auch die passende Ersatzröhre war bestimmt dabei...

HAM RADIO 2010

HAM RADIO 2010
...und immer wieder überteuerte alte Laptops...

HAM RADIO 2010
..."Den hatte ich damals immer mit im Freibad!"...

HAM RADIO 2010
...da lacht das Sammlerherz...

HAM RADIO 2010
...auch Kleinteile ohne Ende...

HAM RADIO 2010
...ach so!

HAM RADIO 2010
...den Verkäufer!

HAM RADIO 2010
...vor 22 Jahren noch geheime Verschlusssache...

 

Nun die Halle der Profihändler:

HAM RADIO 2010
...auch hier ist einiges los...

HAM RADIO 2010
...trotz (echten!) Messepreisen...

HAM RADIO 2010
...kann (sollte!) man auch hier handeln...

HAM RADIO 2010
...da isser wieder (Objekt der Begierde: Hilberling PT-8000)...

HAM RADIO 2010
...indirektes Selbstportrait...

HAM RADIO 2010
...kein Selbstportrait...

HAM RADIO 2010
...QRO-Anpassgerät...

HAM RADIO 2010
...der Nachwuchs lötet...

HAM RADIO 2010
...auf die Dauer hilft nur Power (nix für QRP-ler)...

HAM RADIO 2010
...Ham's Freund und Helfer...

HAM RADIO 2010
...[off topic] einer der Renner: RC-Helikopter...

HAM RADIO 2010
..."nein, ich bin noch nicht soweit"...

HAM RADIO 2010
...man kann auch per Einseitenband-Reisen anreisen...

 

Fazit:

Auch dieses Mal war's wieder interessant, auch wenn's nicht jedes Jahr unbedingt sein muss, wenn man nicht etwas ganz konkretes sucht.

Auf jeden Fall war's ein sehr schönes Wochenende mit der XYL am Bodensee und dazu noch bei Superwetter!

 

 

in eigener Sache: neue Seite "Station"

Seit heute ist eine neue seite auf dieser Homepage mit einer ausführlicheren Stationsbeschreibung verfügbar: [internal link] Station.

Tolle Hilfe für UKW- und Mikrowellen-Amateure: Höhenprofile im Web!

Durch einen kurzen Hinweis in der CQDL (oder war's im Funkamateur?) bin ich auf die [external link] Web-Seite von Miroslav, OK2FUG, aufmerksam geworden. Dort kann man nach Eingabe zweier QTH-Kenner das Geländeprofil zwischen beiden Standorten berechnen und anzeigen lassen.

So etwas war bislang nur kommerziellen Funkdiensten (etwa der Telekom zur Ermittlung von Höhenprofilen zwischen geplanten Richtfunkstrecken) mittels teurer Software möglich. Mit Hilfe von Google Maps und einer hinterlegten Datenbank mit Höhenangaben funktioniert das nun sehr einfach im Web!

Hier ein Beispiel für die Strecke von meinem QTH (JN48EW) zum höchsten Berg des Nordschwarzwalds Hornisgrinde (JN48CO):

##bild

Man sieht, dass keine direkte Sichtverbindung besteht, da bei ca. 12 km eine höhere Erhebung dazwischen ist.

Durch einen weiteren Hinweis im angezeigten Höhenprofil bin ich letztlich zu der Seite [external link] www.topocoding.com gelangt. Dahinter verbirgt sich der Entwickler eben dieser Software zur Berechnung der Höhenprofile. Auf seiner Web-Seite kann man sich ebenfalls Höhenprofile errechnen lassen, was IMHOin my humble opinion = meiner unmaßgeblichen Meinung nach sogar noch komfortabler als auf OK2FUG's Seite funktioniert. Man braucht nämlich die QTH-Kenner gar nicht zu kennen, sondern kann sich das Profil einfach durch Anklicken der Punkte auf einer Google-Maps-Karte errechnen lassen.

Da ich gerade auf der Suche nach einem guten, nicht allzu weit von zu Hause entfernten UKW-Portabel-Standort war, habe ich das ausgiebig ausprobiert.

Hier zwei Beispiele:

##bild

In Richtung Nord hat man also freie Sicht.

##bild

In Richtung Ost leider nicht.

Auf diese Weise kann man sich sehr bequem Höhenprofile rund um einen Standort machen und somit die freie Rundumsicht überprüfen.

 

 

Urlaub auf Samos (SV8)

Anfang Oktober 2009 habe ich mit meiner XYL 14 Tage Urlaub auf der [external link] griechischen Insel Samos gemacht. Auch das Funkgerät war wieder dabei. Nach den [internal link] Frusterlebnissen des voran gegangenen Urlaubs sollte es diesbezüglich nun erfolgreicher werden, auch wenn der Amateurfunk nicht die Hauptrolle des Urlaubs spielen sollte.

So habe ich mich entschieden, dieses Mal eine für PSK31 geeignete Ausrüstung mitzunehmen. Da ich bislang keinen Laptop besitze, sah ich mich nach den verschiedenen Möglichkeiten um. Ich habe mich dann für einen PocketPC (auch PDA/MDA genannt) entschieden, weil dies die Platz und Gewicht sparendste Lösung ist, die damit auch für andere Portabel-Aktivitäten zu gebrauchen ist. Da traf es sich gut, dass ein OM über den [external link] FA-Kleinanzeigenmarkt einen alten [external link] T-Mobile MDA sogar mit einem Datenkabel für's FT-817 zu verkaufen hatte.

Meine Ausrüstung bestand nun aus meinem FT-817ND, dem MDA mit installierter Software [external link] MobileLog von N0HR [in englischer Sprache] und [external link] PocketDigi von OK1IAK [in englischer Sprache], einem Fuchskreis (aus einem [external link] Bausatz von QRPproject) für die Anpassung eines endgespeisten Drahtes, insgesamt 41 m Draht (in Abschnitten zu 21 m und 20 m) sowie einem kleinen Schaltnetzteil.

Urlaubsausrüstung
Meine Urlaubsausrüstung

Zuvor hatte ich die Außenanlage unseres kleinen Appartments anhand von Fotos des Anbieters so gut es ging nach Möglichkeiten für das Spannen des Antennendrahts abgecheckt. Zumindest schien es nicht unmöglich zu sein, da in der näheren Umgebung einige Olivenbäume zu sehen waren und das Appartment über zwei Stockwerke verfügte.

Die gesamte Funkausrüstung habe ich im Handgepäck transportiert, was bei der Kontrolle prinzipiell keine Probleme machte. Ich musste lediglich einige Teile nochmal einzeln "durchleuchten" lassen, da wohl aufgrund der hohen Packungsdichte kein auswertbares Röntgenbild zustande kam. Wenn man dabei freundlich und gelassen bleibt, ist das für alle Beteiligten kein Problem.

Am Tag nach der Ankunft ging's dann ans "Antennenaufhängen". Wie anhand der Bilder vermutet, gab es hinter dem Haus einen steilen Hang mit etlichen Olivenbäumen. Außerdem gab es im Obergeschoss auch ein Fenster nach hinten raus. Mir gelang es eine Angelschnur über einen ca. 20-30 m entfernten Baum zu werfen und daran das eine Ende des Antennendrahts von 21 m Länge zu befestigen. Das andere Ende befestigte ich an den Scharnieren des Fensterladens und führte es durch's Fenster nach innen.

Der Draht hing entlang des Hangs im 30°-Winkel etwa 3-5 m über Grund mit freier Sicht in Richtung Osten. Im Norden schattete Samos' höchster Berg, der Kerkis, und nach Westen der besagte Hang die Abstrahlung ab. Sicher keine optimalen DX-Verhältnisse, aber für ein paar QSOs zwischendurch würde es wohl reichen.

Antenne
Der endgespeiste Antennendraht vom Fenster zum Olivenbaum

In der Tat gelangen auf 20m in PSK31 etliche Verbindungen nach RA, UA, UK aber auch nach OK, F. SSB habe ich gar nicht erst versucht. Ich habe auch öfters CQ gerufen und dabei die IOTA-Referenz genannt, aber das schien niemanden zu interessieren (EU-049 ist wohl auch nicht gerade selten zu arbeiten).

FT-817 und MDA in action
Hier sieht man den MDA und das FT-817 mit vorgeschaltetem Fuchskreis und dem Ende des Antennendrahts "in action"

Zunächst hatte ich noch überlegt den SOTA-Gipfel SV/AG-025 (Kerkis, mit 1443 m höchster Berg auf Samos) erstmalig zu aktivieren. Aber der Aufstieg hat wohl eher alpinen Charakter und sollte keinesfalls allein unternommen werden. Außerdem hätte ich nicht gewusst, wie ich dort eine Antenne hätte errichten können, da auf den Bildern vom Gipfel keinerlei Vegetation und auch kein Gipfelkreuz erkennbar war. Vielleicht klappt's beim nächsten Samos-Urlaub... Die Insel hat uns jedenfalls so gut gefallen, dass wir wohl irgendwann nochmal wieder kommen werden.

Fazit:

Gemessen am Aufwand waren die Ergebnisse zufriedenstellend und eine nette Abwechslung zwischendurch. Als DXpedition war der Urlaub ja sowieso nicht geplant.

 

 

12.000 Kontakte für "Zulu Delta Sieben Juliet"

Deutschlandradio Kultur 2014-08-23

Nach laaaaaaaaanger Zeit mal wieder etwas aus den Medien:

Ein interessanter Beitrag über eine DXpeditionEine Expedition von Funkamateuren in entlegene Gegenden der Welt von [external link] Jürgen (DL7UZO) zur [external link] Insel St. Helena.

ScreenShot

[external link] Link zum Beitrag als mp3

[external link] Link zur Niederschrift des Beitrags

 

 

 

 

 

5. Kraichgauer FM Session am 28.12.2011

Da ich leider den Termin der Sommer-FM-Session verpasst hatte, ich aber in 2011 wenigstens einmal dabei sein wollte, "musste" ich nun im Winter bei 0°C und ziemlich kaltem Wind auf den Dobel (Berg und gleichnamige Gemeinde am nordwestlichen Rand des Schwarzwalds, ca. 700m ü.NN.).

Spaß hat es trotzdem (oder gerade drum?!) wieder gemacht! Das Log war fast genauso voll wie im [internal link] im Sommer 2010. Auch etliche andere Portabel-Stationen haben sich heraus gewagt. Es lohnt sich aufgrund der höheren Punktewertung für die QSOs ja auch.

Hier noch ein Bild als Anschauung:
DL3BC/p bei der 5. Kraichgau FM-Session
DL3BC/p bei der 5. Kraichgau FM-Session

 

 

 

Urlaub auf Lanzarote als EA8/DL3BC

In der zweiten Oktoberhälfte 2010 waren ich und meine XYL  "zum Aufwärmen" vor der langen, kalten Winterzeit wieder auf Lanzarote. Auch dieses Mal war mein [internal link] FT-817 mit dabei. Außerdem hatte ich erstmals als Antenne meine [external link] MP-1 von Super Antennas und meinen MDA (siehe auch [internal link] hier) dabei.

Diese Ausrüstung habe ich mit Bedacht aufgrund meines Frusterlebnisses beim letzten Lanzarote-Urlaub, bei dem ich nicht ein einziges QSO ins Log bekommen hatte, und der guten Erfahrungen [internal link] auf Samos im vergangenen Jahr ausgewählt. Dies stellte sich als gute Entscheidung heraus!

Das gesamte "Funk-Gedöns" hatte ich für die Flugreise (wie immer) in einem Rucksack für's Handgepäck verstaut. Bei den Kontrollen an den Flughäfen musste ich zwar alles auspacken und vorzeigen, aber dann ging alles problemlos durch.
Ich glaube, es hilft auch, wenn man ruhig und freundlich bleibt, sofort sagt "Ja, das ist meine Tasche, deren Inhalt auf dem Röntgenschirm so komisch aussieht." und sofort bereit ist, alles auszupacken und zu zeigen.

Die Bedingungen vor Ort waren sehr gut. Wir hatten eine Ferienwohnung direkt am Meer im 1. OG. mit Dachterrase darüber - ideal für die Montage einer kleinen Vertikalantenne, wie die MP-1.

MP-1 und FT-817
Die MP-1 Antenne an der Brüstung der Dachterrasse und das FT-817 mit MDA und Netzteil auf dem Tisch davor

Dieses Mal hatte ich mir (auch aufgrund der inzwischen besseren ConDX) vorgenommen, den Atlantik funktechnisch zu überwinden. Und siehe da: gleich das erste QSO mit W5JAY in Fort Smith, Arkansas! Da war ich happy!! Es war zwar nur eine kurze Öffnung auf 12m, aber immerhin. Ich habe noch ein paar PY, LU, CE gehört, aber sie leider nicht erwischt. Europa ging aber praktisch immer (sowohl auf 20m, 17m und 12m). Komischerweise war 15m in PSK31 ziemlich tot, obwohl in SSB (auch DX) einiges los war.

Das Ganze lief jedoch sehr im "holiday style" ab, so dass es am Ende gar nicht so viele QSOs waren. Insbesondere in der ersten Urlaubswoche standen meine XYL und andere Aktivitäten im Vordergrund. Es war ja auch keine DXpedition (so selten sind EA8 und IOTA AF-004 nun auch wieder nicht!), sondern Urlaub.

Fazit:

Es hat mal wieder viel Spaß gemacht!
Die MP-1 funktioniert, zumindest auf den oberen Bändern (20m aufwärts), sehr gut. Auf den anderen Bändern hatte ich es nicht versucht.
Die Ausrüstung erwies sich als guter Kompromiss zwischen Volumen, Gewicht und Leistungsfähigkeit. Alles zusammen wiegt nur ca. 5kg.

 

 

 

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