neue Antenne für Kurzwelle

Zwei Jahre lang habe ich auf Kurzwelle eine [internal link] magnetische Antenne verwendet. Diese hatte zwei Vorteile für mich:

  • verwendbar auf allen Bändern von 40m bis 10m
  • fast unsichtbarer Aufbau zwischen dichten Tannen (Vermieter freundlich)

Leider ist der zweite Punkt aufgrund der Fällung der inzwischen zu groß gewordenen Tannen im Herbst 2010 weggefallen, weshalb ich mich auf die Suche nach einer Alternative gemacht habe.

Meine Anforderungen waren praktisch die gleichen wie für die magnetische Antenne:

  • Verwendbarkeit auf möglichst vielen Kurzwellenbändern
  • möglichst unauffällig

Zunächst habe ich mit meiner ohnehin vorhandenen [internal link] Fuchskreis-Antenne experimentiert. Die Anordnung war folgendermaßen:

  • Fuchskreis direkt am Antennenausgang des Transceivers
  • dann mit 21m Draht durchs Fenster raus in den Garten (einfach im Fensterrahmen eingeklemmt)
  • in ca. 3m Höhe mit Hilfe eines Kirschbaums aufgespannt

Bezüglich Leistungsfähigkeit hat sie insbesondere auf den unteren Bändern (40m, 30m) die magnetische Antenne übertroffen. Ich konnte plötzlich mit meinen 5 Watt fast alle Stationen erreichen, die ich auch ohne Aussetzer per PSK31 empfangen konnte.

Leider hatte ich aber aufgrund der beschriebenen Anordnung HF im Shack, was mein PC gar nicht mochte! Häufig hatte ich dadurch beim Senden Tastatureingaben auf dem Bildschirm, die nicht von mir stammten. Das ist insbesondere bei den digitalen Betriebsarten extrem lästig!

Um den Fuchskreis bei Bandwechsel manuell abstimmen zu können, musste dieser aber im Shack verbleiben. Da war guter Rat teuer. So machte ich mir Gedanken über Alternativen:

  • fernabgestimmter Fuchskreis:
    - habe ich auf der Web-Site eines Schweizer OMs gesehen, erschien mir aber recht aufwändig
    - Vorteil: benötigt keine Erde, kein Gegengewicht
  • die berühmt berüchtigten "magnetic Ununs" zur Anpassung hochohmiger endgespeister Antennen:
    - Tuner notwendig
    - bei ungünstiger Länge bzw. Frequenz zu niederohmig
    - Erdung notwendig
  • nicht-resonante endgespeiste Antenne:
    - Tuner notwendig
    - Erdung notwendig

Ich bin bei der letzten Lösung hängen geblieben. Irgendeine Anpassschaltung ist bei allen drei Lösungen erforderlich. Durch eine geeignete Wahl der Drahtlänge kann man bei nicht-resonanten Antennen den Speisepunktwiderstand in einen für Antennentuner handhabbaren Bereich bringen (50 bis einige hundert Ohm).

Die Anordnung sieht so aus:
   Drahtantenne l=17m

Die eigentliche Antenne (Strahler) besteht aus einem 17,2m langem Kupferlackdraht von 0,35mm Durchmesser und ist somit fast unsichtbar. Dieser Draht wird in ca. 3m Höhe horizontal vom Haus weggeführt und nach ca. 12m durch ein PVC-Rohr abgestützt. Am Ende befindet sich eine ca. 1,5m lange Angelschnur, die den Draht an einem Zaun abspannt.

Als Gegengewicht dient das am Haus entlang führende Regenrohr, das mit dem Blitzableiter verbunden und damit auch geerdet ist. Die Verbindung mit dem Regenrohr habe ich mittels einer Erdungsschelle hergestellt. Die Einspeisung erfolgt direkt aus dem Koaxkabel mit 50 Ohm Impedanz.

Der Tuner sollte eigentlich möglichst am Speisepunkt betrieben werden, damit sich auf der Speiseleitung keine Mantelwellen (TVI, BCI, HF im Shack) bilden. Er musste also entweder fernabstimmbar sein oder völlig automatisch arbeiten können. Die Wahl fiel dann auf den Automatik-Tuner [external link] Z-11 pro II von LDG mit folgenden Eigenschaften:

  • vollkommen autark, also abgesetzt, betreibbar (CAT-Schittstelle vorhanden, aber nicht zwingend erforderlich)
  • Abstimmbereich von 160m bis 6m
  • Anpassung von Impedanzen von 6 bis 1000 Ohm
  • Abstimmung bereits mit sehr kleinen Leistungen (100mW), aber auch bis zu 125W, falls ich mal kein QRP mache
  • 2000 Speicher für schnelle Abstimmung
  • Batteriebetrieb möglich

mein LDG Z-11 pro II (unten) mit meinem Yaesi FT-817ND
mein LDG Z-11 pro II (unten) mit meinem Yaesu FT-817ND

Allerdings hat er kein wetterfestes Gehäuse, so dass er in ein solches eingebaut werden müsste. Ich habe mir eines als Sonderposten über's Internet besorgt. Leider erwis es sich dann doch als ein wenig zu klein. Die Antennenanschlüsse wäre nicht ohne extremes Abknicken des Koaxkabels möglich gewesen.
Da ich aber möglichst schnell wieder QRV werden wollte, habe ich mich dann für die zweitbeste Lösung entschieden: den Tuner direkt nach dem Transceiver im Shack unterzubringen.
Nachteil: das Antennenkabel würde wohl aufgrund nicht vorhandener Anpassung am Speisepunkt der nicht-resonanten Antenne strahlen; und da dieses Kabel bei meiner Anordnung auf dem Boden liegt, würde diese Leistung fast komplett nutzlos verheizt werden.
In der Praxis hat dies aber wohl keine große Bedeutung, denn die Leistungsfähigkeit der Antenne scheint mir sehr gut zu sein - jedenfalls hat sie einen deutlich höheren Wirkungsgrad als meine ehemalige Magnetic Loop. Oder ob's an den inzwischen verbesserten ConDX liegt??
Ich werde die Anordnung mit Tuner am Speisepunkt aber auf jeden Fall noch ausprobieren - vielleicht geht's dann noch besser.

 

 

 

Notfunk ist auch heute noch wichtig

Computer Club 2, Audiocast Folge 269, 2011-03-28

Diese Podcast-Folge stellt im Interview mit Mike Becker (DJ9OZ) die Notfunkaktivitäten im DARC vor - auch ein Weg, um einmal Menschen aus einem anderen Interessengebiet auf den Amateurfunk aufmerksam zu machen. Daneben werden einige andere interessante Themen aus dem Bereich der Computertechnik behandelt.

Wer's noch nicht wusste:

  • Der Computer Club 2 (CC2) ist der Nachfolger des legendären WDR-ComputerClubs der 1980-er und 1990-er Jahre und wird von den beiden damaligen Moderatoren Wolfgang Back und Wolfgand Rudolph heute in Eigenregie als Podcast und Videocast produziert ([external link] CC2)
  • Wolfgang Rudolph ist selbst auch Funkamateur (DC3PA, [external link] seine Homepage -> Klick auf Amateurfunk).

[external link] Link zum Begleittext

[external link] Link zum MP3-Download

 

 

DARC UKW-QRP-Wettbewerb 2./3. April 2011

Seit langem hatte ich einmal vor, am DARC UKW-QRP-Wettbewerb - immer am ersten April-Wochenende - teilzunehmen. Jedes Mal kam etwas dazwischen (Wetter, andere Termine, ...). Aber am Sonntag, dem 3. April, habe ich es endlich mal geschafft. Eine 24-stündige Teilnahme kam zwar nicht infrage, aber wenigstens wollte ich mal dabei sein, um zu sehen was geht.

Also habe ich meine Portabel-Ausrüstung (FT-817ND, 2x4-Element-Leichtbau-Yagi für 144 MHz nach [external link] DK7ZB, Alumast) zusammen gepackt und bin am Sonntag bei herrlichstem Wetter auf die [external link] Hornisgrinde (JN48CO, 1164m üNN) gestiegen. Das Wetter und die Tour dahin waren allerdings das Schönste daran. Um diese Zeit (ca. 13 Uhr MESZ, also 3 Stunden vor Contest-Ende) hatten die meisten Teilnehmer wohl schon alles abgegrast und längst QRT gemacht. So kam ich dann auf nur 11 QSOs, von denen zwei keine Contest-QSOs, aber trotzdem sehr nett waren. Die weiteste Verbindung gelang mir mit DK7CM/p immerhin nach JO40QL (225 km).

DL3BC/p auf der Hornisgrinde im Nordschwarzwald

Als Fazit schließe ich daraus, dass ich das nächste Mal wohl besser zu Beginn des Contests (Samstag, 16 Uhr MESZ) aktiv werde, auch wenn ich die gesamten 24 Stunden sicher nicht auf dem Berg verbringen werde. Außerdem habe ich mir noch ein paar Verbesserungsmöglichkeiten der Antennenausrüstung überlegt, die beim nächsten Mal den Aufbau etwas leichter machen. Also war's nicht vergebens!

Nun freue ich mich schon auf den [external link] BBT im August, bei dem ich dann, voraussichtlich vom selben Standort aus, [internal link] wie letzten Jahr wieder aktiv werde. Außerdem scheint mir die Konzentration der Aktivität auf zweieinhalb Stunden pro Band auch effektiver zu sein.

 

 

 

Der Hans auf Kanal 32

Eßlinger Zeitung 2011-03-02

Auch den CB-Funk plagen Nachwuchssorgen, wie dieser Artikel zeigt. Außerdem gibt er einen kleinen Abriss der Geschichte des CB-Funks von Anfang der 1970er Jahre bis heute.

[external link] Link zum Artikel

 

 

Internet trotz Blockade durch Regierung

Nicht nur bei Naturkatastrophen können alternative Kommunikationskanäle, wie der Amateurfunk, hilfreich sein. Ein topaktueller Artikel der englischsprachigen PCWorld zeigt die Möglichkeiten auf, Internetzugriff zu erlangen, auch wenn die heimische Regierung es blockiert, wie zur Zeit in Ägypten.

PCWorld 2011-01-28

[ScreenShot]

[external link] Link zum Artikel [in englischer Sprache]

 

 

Aktivitätswochenende auf 30 Meter / Digital-Modes

Die [external link] 30-Meters-Digital-Group (30MDG) ruft zur Aktivität in digitalen Betriebsarten auf dem 30-Meter-Band am kommenden Wochenende (29./30.1.) auf.

Das Aktivitätswochenende ist kein Contest, sondern verfolgt zwei Ziele:

  1. Gelegenheit zum Ausprobieren von "exotischen" Betriebsarten, wie Olivia, Contestia etc. Alle digitalen Betriebsarten sind willkommen. Die "Exoten" sollten jedoch die RSID- und Video-ID-Funktionen ihres Programms verwenden, um besser auf sich aufmerksam zu machen.
     
  2. Erarbeitung der WAS-, WAE- und CIS-Diplome auf 30 Meter. Hierzu sollte die Information zum US-Staat bzw. dem eigenen DXCC-Kenner in der Video-ID enthalten sein.

Alle können mitmachen. Es gibt keine Regeln, kein Austausch von QSO-Nummern etc. Einfach nur Spaß am Experimentieren haben!

Nähere Informationen findet man in [external link] diesem PDF-Dokument [in englischer Sprache] auf der Web-Seite der 30MDG.

 

 

 

ARDF im Podcast

Mein Gastbeitrag zum Thema ARDF Amateurfunkpeilen bzw. "Fuchsjagd"   für den Podcast "QTH Germany" steht nun auch einzeln zum Download zur Verfügung.

Im Jahr 2008 hatte ich für den (inzwischen leider eingestellten) Amateurfunk-Podcast "QTH Germany" von Norman, DL6YDY, einen Gastbeitrag über ARDF produziert.

  • Download [internal link] hier (mp3-Datei, ca. 14 min / 17 MB)
  • Die gesamte Folge kann man [external link] hier herunterladen (mp3-Datei, ca. 57 min / 33 MB).
  • Informationen zu dieser Folge findet man auf [external link] Normans Web-Seite.
     

 

 

 

 

3. Kraichgau-FM-Session dieses Mal leider ohne mich

Da ich am 28.12.2010 nicht im Ländle war, konnte ich an der winterlichen FM-Session leider nicht teilnehmen. Angesichts der wirklich sehr weißen Weihnacht wäre ein echter Portabel-Betrieb (im Freien) wohl sowieso kaum möglich gewesen. Ich hätte aber evtl. auf eine Stand-Mobil-Lösung zurück greifen können.

Dominik, DF4IAO, ebenfalls aus Ettlingen, hat sich aber durch nichts abschrecken lassen und ist trotz der Schneemassen mit seinem Campingbus auf den Hohloh gefahren, um vom dortigen Parkplatz auf 950m üNN QRV zu werden. Auf der Homepage des OVs Ettlingen (A24) kann man seinen interessanten Bericht dazu [external link] nachlesen. Beteiligung und Betrieb waren wohl so ähnlich wie bei der 2. FM-Session am 01.08.2010, [internal link] an der ich teilgenommen hatte.

 

 

 

Englischunterricht auf Kurzwelle

Norddeutsche Neueste Nachrichten 2010-12-15

[ScreenShot]

Ein gelungenes Beispiel für die Nachwuchsgewinnung im OV Plau. Im Artikel wird das Augenmerk gelegt auf die frühe Förderung des technischen Interesses und Verständnises, aber auch der englischen Sprachkenntnisse, die der Amateurfunk ermöglicht. Soweit ich mich erinnere, hätte ich mit 11 Jahren noch kein QSO auf Englisch führen können (mal abgesehen davon, dass ich damals noch keine Lizenz hatte und es noch keine Ausbildungsrufzeichen gab).

Toll finde ich auch, dass Mitglieder der Internet-Generation noch die gleiche Faszination wie unsereins damals empfindet: "Ich funke gerne, weil man so Leute erreichen kann, die ganz weit weg sind".

Einziger Wehrmutstropfen im Artikel ist die (nicht zutreffende!) Aussage einer YL: "Um die Prüfung zu bestehen, braucht man ein halbes Ingenieurstudium". Das schreckt doch eher ab, als dass es potenzielle Interessenten ganz unverfangen an den Amateurfunk heranführt!

[external link] Link zum Artikel

 

 

Web 2.0 nun auch bei dl3bc.de

Nach dem Beitritt zu [internal link] "Amateurfunk - Brücke zur Welt" habe ich nun auch noch eine Lizenz zum Zwitschern - auf Neudeutsch: einen [external link] Twitter-Account*.

[ScreenShot]

Über diesen wird künftig hauptsächlich über Updates und neue Blog-Einträge auf dieser Web-Seite informiert. Evtl. gebe ich dann und wann noch die ein oder andere Kurzinfo (ob, wann und wo ich QRV bin oder so) darüber bekannt - mal sehen wofür das gut ist.

*) Für die Älteren (so wie mich ;-) unter Euch:
To twitter heißt auf deutsch zwitschern. Und ähnlich wie die Vögel es tun, kann man mit diesem Dienst alles, was einem so in den Sinn kommt, einfach in die Welt rauspfeifen. Ob alles, was dabei heraus kommt, immer so schön ist wie Vogelgezwitscher sei einmal dahin gestellt.
Einen Vorteil hat das ganze gegenüber dem Vogelgesang allerdings: man muss sich nur das anhören (lesen), was man auch hören (lesen) will. Dazu dient einerseits die Suche auf der Twitter-Seite und andererseits die Funktion "Folgen". Indem man Twitterern folgt, bekommt man deren Äußerungen (Tweets) - und nur die! - nach Login auf der eigenen Twitter-Seite angezeigt.
Weitere Randbedingung: jeder Beitrag ist nur maximal 140 Zeichen lang.
Probiert's am besten mal aus: [external link] twitter.com.

 

 

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