Mein BBT-Tag!

In der Nacht habe ich es bereits donnern hören, wenn auch in großer Entfernung. Aber das ließ nichts gutes vermuten. Trotzdem bin ich um 7:30 Uhr aus den Federn. Der Himmel war zwar bedeckt, aber einigermaßen aufgelockert. Vor allem war's trocken!

Kaum mit dem Zähneputzen angefangen, hörte ich dann ein bekanntes Geräusch von draußen. Blick aus dem Badezimmerfenster: Na klar, es regnet! Das war's dann wohl mal wieder mit BBT!

Gut, nun war ich aber schon mal wach. Also erstmal gemütlich frühstücken und dann mal weitersehen. Wie in diesem Sommer üblich, regnete es während dessen mal und mal wieder nicht. Zudem gewitterte es auch noch. Ich hatte ein sehr ungutes Gefühl: mit einer ca. 4-5 m hohen Antenne im Gewitter auf dem Berg!

OK, dann eben doch endlich die Steuererklärung statt BBT!

Nach dem Frühstück sah es draußen ein wenig freundlicher aus. Also ran an den PC und das [external link] Regenradar angesehen. Danach müsste das Schlimmste bereits vorüber sein. Also bin ich dann relativ spontan (gepackt war ja schon alles) doch noch losgefahren.

Unterwegs zur [external link] Hornisgrinde noch ein wenig Sprühregen. Am Horizont sah es jedoch schon besser aus. Auf dem Weg zum Gipfel hat es noch mal kurz geregnet, aber eigentlich nicht der Rede wert.

Oben an meinem bereits vorher ausgeguckten Standort angekommen war es dann aber trocken, so dass ich die inzwischen von innen genauso wie von außen nasse Regenjacke auf links drehen und im Wind trocknen lassen konnte. Ich bin ziemlich schnell hoch gerannt, da ich aufgrund des vielen Hin und Hers (fahr ich - fahr ich nicht?) ungefähr eine halben Stunde später dran war als geplant.

Nun also fluchs die Antenne aufgebaut und dabei noch ein paar Fragen neugieriger Wanderer (bei dem Wetter!) beantwortet. Dabei hatte ich erfahren, dass wohl noch ein anderer Funkfreund in der Nähe sein musste, der sogar ein Zelt dabei hatte. Es muss DL3SFB gewesen sein, der mit dem selben Locator (JN48CO) unterwegs und natürlich sehr laut war. Leider habe ich ihn später aber nicht mehr getroffen.

Fast pünktlich um 9:30 UTC (11:30 MESZ) war ich dann fertig und die ersten QSOs kamen ins Log. Es ging ganz gut - Österreich, Schweiz, Italien waren drin! Die Antenne (2x 4-Ele. "Ultra light" nach [external link] DK7ZB) war das erste Mal im Einsatz und spielte sehr gut. Dummerweise hat sich die obere Antenne im Wind immer wieder gegenüber der unteren verdreht, so dass ich öfters nach oben schauen und sie ausrichten musste. Da besteht also noch Verbesserungspotenzial.

Leider fing's zwischendurch dann doch wieder zu regnen an. Zum Glück hatte ich mich und den Tranceiver aber bereits regendicht verpackt. Nur das Log wurde immer weicher! Aus meiner letzten verregneten [internal link] SOTA-Aktivierung hatte ich gelernt, einen Bleistift statt Kuli zu verwenden, aber der war wohl etwas zu hart. Und auf durchweichtem Papier geht's damit dann auch irgendwann nicht mehr richtig gut. Nach dem Trocknen sieht's nun gerade noch leserlich aus.

Am Ende waren dann 29 QSOs im Log. OK, das ist nicht die Welt, aber Spaß hat's trotzdem gemacht! Mal sehen, was bei der Auswertung der Entfernungspunkte herauskommt.

Fazit: 2010 versuche ich es wieder! Dann vielleicht bei besserem Wetter?!?!?!

[internal link] Nachtrag vom 09.08.2009: Auswertung meines Logs