Jagd nach Kontakten von weit her

Deutschlandradio Kultur, 2015-05-05

Scree Shot

Ein recht ausführlicher Bericht über den Amateurfunk wurde in der Sendung "Studio 9" im Programm des Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt. Im Interview und auch im Live-QSOFunkgespräch war [external link] Uli, DL8RO, zu hören.

Hier findet man den Beitrag zum Nachlesen und auch zum Anhören:

[external link] Link zum Artikel

Leider gefällt mir das vom Redakteur und Uli gesprochene Schlusswort überhaupt nicht:

"Hier im Clubraum gibt's [...] kaum Jugendliche. Die sind für diese Technik schwer zu begeistern, erzählt Uli Hergett:

'Und wenn wir sagen, wir funken mit den USA, oder Neuseeland oder Australien oder weiß Gott mit wem, dann sagen die toll! Ich nehme mein Handy, dann telefonier ich mit meinem Kumpel, der ist auch grade in Neuseeland. Die Faszination ist nicht mehr die gleiche.'"

Meine Meinung:
Doch! Die Faszination, ohne fremde Infrastruktur (Handy-Netz, Internet) weltweit zu kommunizieren, ist immer noch die Gleiche bei Alt und Jung!! Das beweisen einige DARCDeutscher Amateur Radio Club-Ortsverbände, die aufgrund erfolgreicher Jugendarbeit einen enormen Mitgliederzuwachs bei Jugendlichen verzeichnen, wie z.B. der [external link] OV Kraichgau (A22) in meiner näheren Umgebung.

Man muss die Jugend nur dort abholen, wo sie steht. Das geht nicht mit OV-Abenden, auf denen nur über die neuesten Zipperlein geklagt wird, aber kaum ein Wort über den Amateurfunk fällt. Und auch nicht mit Öffentlichkeitsveranstaltungen, bei denen ein (meist ziemlich alter) Funkamateur hinter einem Turm von komischen Geräten hockt, aus dem unverständliche Geräusche dringen und der dann sagt: "Toll, das war gerade mein Funkfreund auf Mallorca!"

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