Hoffnung für "Antennengeschädigte" durch mikroskopisch kleine Antennen

Science Magazine, 2015-04-01
Physik-Journal, 2015-04-01

Wie das [external link] Science Magazine und das deutsche [external link] Physik-Journal heute übereinstimmend melden, ist es durch die konsequente Neuauslegung der [external link] Maxwell'schen Gleichungen in Kombination mit den neuesten Fortschritten der [external link] Nano-Technologie gelungen, extrem kleine und doch leistungsstarke Antennen zu entwickeln. weiter lesen...

Screen Shot Science Magazine, 1 Apr 2015

 

Screen Shot Physik-Journal, 1 Apr 2015

Insbesondere die [external link] mikroskopischen Gleichungen Maxwells ermöglichen es demnach bei konsequenter Anwendung im [external link] nano-molekularen Bereich, Antennen zu konstruieren, die eine Ausdehnung von nur 1/1.000.000 der Wellenlänge aufweisen. Dies kommt dem, normalerweise nur zur theoretischen Betrachung von Antennen herangezogenen, [external link] isotropen Strahler ziemlich nahe. Nachteil: die Strahlung erfolgt (wie der Name bereits aussagt) isotrop, d.h. in alle Raumrichtungen; [external link] Richtantennen sind in erster Konsequenz damit also nicht zu konstruieren.

Hier setzt nun ein interdisziplinäres Forschungsprojekt des [external link] Zentrums NanoMikro und des [external link] Instituts für Nachrichtentechnik am [external link] Karlsruher Institut für Technologie (KIT, ehem. Uni Karlsruhe, [external link] an der bereits Heinrich Hertz wirkte) an:
Unter dem [external link] Elektronenmikroskop wurden bereits Antennenformen, wie die bekannte [external link] Yagi-Antenne und verschiedene [external link] Parabolantennen realisiert, die allerdings Ausdehnungen von bis zu 1/500.000 der Wellenlänge haben, was aber angesichts heute verfügbarer Antennen immer noch winzigst ist!

Was hat das nun mit dem Amateurfunk zu tun?

Auf diese Weise werden sich künftig extrem kleine Antennen bauen lassen, die niemanden (keinen Vermieter, keine Elektrophobiker) mehr stören, da sie praktisch unsichtbar sind. Somit können viele Funkamateure, die bislang keine oder nur sehr ineffiziente Behelfsantennen verwenden konnten, aufatmen. Wunderantennen können also endlich wahr werden!

Andererseits dürfte der heute immer noch sehr beliebte Selbstbau von Antennen damit auch der Vergangenheit angehören. Wer hat schon ein Elektronenmikrop in seinem Bastelkeller? Aber vielleicht gibt es auch hier künftig neue Möglichkeiten in Form von [external link] Mikro-3D-Druckern.

Wir gehen davon aus, dass erste Nano-Antennen schon sehr bald auf dem Markt verfügbar sein werden, wie ein [external link] bereits im Dezember 2010 veröffentlichter Artikel im nature Journal nahelegt.

Wir danken hiermit Dr. rer. nat. Primero Ebrill für die ausführlichen Recherchen zu diesem Thema! Einem "Amateur" geht das alles viel zu weit; heutzutage forscht der nämlich nur noch nach dem Stecker, um seine industriell produzierten und käuflich erworbenen Gerätschaften in die Steckdose zu stecken.

Wir werden aber am Ball bleiben und über künftige Fortschritte und Weiterentwicklungen berichten! 

 

 

 


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