Bayerischer Bergtag am 5. August 2012

Warum muss eigentlich in jedem Jahr das Wetter am ersten Augustwochenende (wenn der [external link] BBT stattfindet) so unbeständig und schlecht vorhersagbar sein???!!!

[Gewitter][Regen][noch mehr Regen][ganz viel Regen]
typische Wettervorhersagen für das erste Augustwochenende
(Grafiken von [external link] wetter-online.de)

Rückblick 2008 bis 2011

Nachdem meine Teilnahme am 2m2-Meter-Band, Frequenz 144-146 MHz-Wettbewerb [internal link] 2008 bereits ins Wasser gefallen war, [internal link] ich 2009 ziemlich nass geworden bin, 2010 und 2011 die Wettervorhersage einige Tage zuvor bereits so schlecht war, dass ich den Sonntag anders verplant hatte, habe ich mich dieses Jahr nicht davon abhalten lassen, obwohl die Regenwahrscheinlichkeit schon wieder mit 70% prognostiziert war. Sonntag früh dann blauer Himmel und herlichster Sonnenschein in Ettlingen - also raus aus den Federn, noch gemütlich mit der XYLEhefrau frühstücken und dann los zum bewährten Standort Hornisgrinde höchster Berg im Nordschwarzwald, 1164 m üNN.

Bis es endlich losging...

Auf der Autobahn Richtung Süden sah ich sie dann schon vor mir: dicke dunkle Regenwolken, ziemlich schnell von Westen her aufziehend. In Baden-Baden war's bereits ziemlich trüb, die Berge Wolken verhüllt. Aber nun war ich ja schon eine halbe Stunde gefahren, also optimistisch weiter! Am Parkplatz beim Seibelseckle angekommen, setzte schon etwas Spühregen ein. Also das GanzkörperkondomRegenjacke und Regenhose angezogen und rauf auf die Hornisgrinde. Mich hat übrigens erstaunt, wie viele Leute trotz des relativ schlechten Wetters unterwegs waren (nur die Harten komm' in' Garten!). Kaum, dass ich meinen Standort erreicht hatte, ging's richtig los mit dem Regen, so dass ich erstmal abgewartet habe, ob ich überhaupt aufbaue. Aber nun - von innenSchweiß unter dem Ganzkörperkondom und außenRegen nass - wäre aufgeben auch falsch gewesen. Nach etwas Bedenkzeit fing ich dann an, Mast und Antenne aufzubauen. Als ich alles mit dem Funkgerät verkabelt hatte, fing es richtig an zu kübeln - zack zack die Funke unter Plastik abgedeckt und gewartet. Gegen 12 Uhr Ortszeit, also ca. 30 Minuten nach Contest-Beginn, hörte es dann auf zu regnen und ich konnte endlich loslegen.

Funkbetrieb

Die Bedingungen waren ganz normal für einen Sommertag. Von [external link] Sporadic E habe ich jedenfalls nichts mitbekommen und mit [external link] Tropo ist um diese Jahreszeit normalerweise nicht zu rechnen.

So graste ich zunächst etliche CQallgemeiner Anruf-Rufer ab und mein Log füllte sich langsam. Einige waren zu dem Zeitpunkt schon bei laufenden QSOFunkverbindung-Nummern um die 40 - aber da ja sowieso gerade Olympische Spiele waren, war mein Motto nun ebenfalls "dabei sein ist alles".

Ich habe zu dem Zeitpunkt, neben den gut erreichbaren Schweizern und Franzosen, bereits auch einige Italiener und Slowenen gehört, welche nicht am BBTBayerischer Bertag, sondern am parallel laufenden [external link] Alpe-Adria-Contest teilnahmen. Aber Punkte würden bei Zustandekommen eines QSOs für beide Seiten herauskommen - und das nicht zu wenige! So verbrachte ich einige Zeit damit, mir bei diesen CQ-Rufern Gehör zu verschaffen - leider zunächst erfolglos und somit Zeitverschwendung. Der Grund ist auch klar: während ich, wie die anderen BBT-Teilnehmer auch, mit maximal 6 Wattmax. zulässige Ausgangsleistung beim BBT unterwegs war, arbeiteten die Gegenstationen sicher mit mehreren hundert Watt.

In der Zwischenzeit hatten sich übrigens fast alle Wolken verzogen und es wurde sogar noch richtig warm in der Sonne!

Erst gegen Ende (11:52 UTCUniversal Time Coordinated = Weltzeit) habe ich es doch noch geschafft, IQ1KA/1Italienisches Rufzeichen in JN44ORentspricht geografischen Koordinaten 44,71° Nord, 9,17° Ost, also in 438 km Entfernung, ins Log zu bekommen.

Am Ende waren 20 gültige QSOs mit insgesamt 2.535 Entfernungspunkten im Log - naja, [internal link] das war schon mal besser!

Leider erst nach dem Ende des BBT (also nach 12:00 UTC) gelang mir dann auch noch ein QSO mit S59DEMSlowenisches Rufzeichen in JN75DS, also in 557 km Entfernung. Einerseits schade, dass es zum Eingang in die Wertung zu spät war - andererseits toll, was mit 5 Watt auf 2 Metern geht!

[Meine QSOs auf der Karte]
Meine QSOs auf der Karte
Die Verbindung nach Slowenien (ganz im Südosten) und die weiteste nach Frankreich (im Südwesten) fanden leider außerhalb der Wertungszeit statt.

Meine Ausrüstung

  • TransceiverFunkgerät: [external link] Yaesu FT-817ND
  • Ausgangsleistung: 5 Watt
  • externer Akku bestehend aus 8 NiMH-Babyzellen
  • Alu-Teleskopmast, ca. 3,6 m hoch + ca. 1,5 m PVC-Verlängerung
  • Antennen: 2x 4-Element-Yagis "ultralight" nach [external link] DK7ZB

Fazit

Dabei sein ist alles! Das nächste Mal hoffentlich auch wieder - vielleicht ist das Wetter im Winter sogar angenehmer als am ersten Augustwochenende ;-)

Noch ein paar Impressionen

[meine Antennen, befestigt an einem Baumstumpf]
meine Antennen, befestigt an einem Baumstumpf

[der Operator]
der Operator



 

 

 

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