Neues aus den Medien

Funkamateure in den USA auf Rekordhöhe: Über 700.000

FUNKAMATEUR 2011-11-24

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! Es kann aber auch die Wahrheit verfremden! So in der Grafik, die den Anstieg der Amateurfunklizenzen in den USA veranschaulichen soll:

[ScreenShot]

Wenn man nämlich nicht nur die Balken betrachtet, die einen kontinuierlichen Anstieg aufzeigen, sondern auch die Zahlen liest, sieht man dass diese keineswegs stetig nach oben gingen. Vielmehr gab es von 2000 bis 2005 einen kräftigen Rückgang um ca. 20.000 Lizenzen! Die korrekte Darstellung sähe so aus:

[Amateurfunklizenzen in den USA 2000 - 2011]

Dabei fällt die erstaunliche Tatsache ins Auge, dass der Rückgang innerhalb weiterer fünf Jahre mehr als wett gemacht wurde: von 2005 bis 2010 steigt die Zahl wieder um fast 34.000!

Wie ist das möglich? Warum ist solch ein Erfolg nicht auch in Deutschland möglich, wo die Zahlen seit Jahren nur rückläufig sind?

Dies ist schwer zu sagen, wenn man die Verhältnisse in den USA nicht gut kennt. Was mir persönlich von dieser Seite des Atlantiks auffällt ist, dass Amateurfunkthemen in den US-Medien wesentlich präsenter sind als in Deutschland. Wenn man diese Berichte genauer ansieht, fällt auch auf, dass Funkmamateure im öffentlichen Leben insgesamt eine größere Rolle spielen, sei es bei Katastropheneinsätzen oder als Helfer bei öffentlichen Veranstaltungen. Dadurch kennen viele US-Amerikaner den Amateurfunk, auch wenn sie selbst keine Funkamateure sind oder persönlich kennen. Hier in Deutschland stelle ich fest, wenn ich jemandem von meinem Hobby erzähle, dass ich fast immer erstmal erklären muss, was Amateurfunk eigentlich ist.

[external link] Link zum Artikel

weitere Links dazu:

[external link] Der TV-Beitrag des US-Senders VOX, auf den sich der FUNKAMATEUR-Artikel beruft

[external link] Der Beitrag auf der VOX-Website zu dem TV-Beitrag

Ergänzung (2011-12-04):

[external link] Weiterer Artikel auf neuerdings.com zum selben TV-Beitrag
Hier wird gezeigt, dass auch in der Schweiz die Zahl der lizensierten Funkamateure steigt. Warum nur nicht in Deutschland?!

 

 

 

 

Streit um Antenne: Osnabrücker Nachbarn finden keine gemeinsame Wellenlänge

Neue Osnabrücker Zeitung 2011-11-09

Bei dem Anblick schlagen alle Herzen höher, leider aus gegensätzlichen Gründen: der Funkamateur freut sich über die traumhafte Antennenanlage, der Anwohner regt sich über ein "erdrückendes" Gebilde in Nachbars Garten auf!

[Link zum Artikel: Klick aufs Bild]

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Auf dem Markt der alten großen Jungs

FAZ 2011-06-13

Ein etwas später, aber mit Hintergrundwissen geschriebener Rückblick auf die diesjährige Ham Radio.

ScreenShot

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Notfunk ist auch heute noch wichtig

Computer Club 2, Audiocast Folge 269, 2011-03-28

Diese Podcast-Folge stellt im Interview mit Mike Becker (DJ9OZ) die Notfunkaktivitäten im DARC vor - auch ein Weg, um einmal Menschen aus einem anderen Interessengebiet auf den Amateurfunk aufmerksam zu machen. Daneben werden einige andere interessante Themen aus dem Bereich der Computertechnik behandelt.

Wer's noch nicht wusste:

  • Der Computer Club 2 (CC2) ist der Nachfolger des legendären WDR-ComputerClubs der 1980-er und 1990-er Jahre und wird von den beiden damaligen Moderatoren Wolfgang Back und Wolfgand Rudolph heute in Eigenregie als Podcast und Videocast produziert ([external link] CC2)
  • Wolfgang Rudolph ist selbst auch Funkamateur (DC3PA, [external link] seine Homepage -> Klick auf Amateurfunk).

[external link] Link zum Begleittext

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Der Hans auf Kanal 32

Eßlinger Zeitung 2011-03-02

Auch den CB-Funk plagen Nachwuchssorgen, wie dieser Artikel zeigt. Außerdem gibt er einen kleinen Abriss der Geschichte des CB-Funks von Anfang der 1970er Jahre bis heute.

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Internet trotz Blockade durch Regierung

Nicht nur bei Naturkatastrophen können alternative Kommunikationskanäle, wie der Amateurfunk, hilfreich sein. Ein topaktueller Artikel der englischsprachigen PCWorld zeigt die Möglichkeiten auf, Internetzugriff zu erlangen, auch wenn die heimische Regierung es blockiert, wie zur Zeit in Ägypten.

PCWorld 2011-01-28

[ScreenShot]

[external link] Link zum Artikel [in englischer Sprache]

 

 

Englischunterricht auf Kurzwelle

Norddeutsche Neueste Nachrichten 2010-12-15

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Ein gelungenes Beispiel für die Nachwuchsgewinnung im OV Plau. Im Artikel wird das Augenmerk gelegt auf die frühe Förderung des technischen Interesses und Verständnises, aber auch der englischen Sprachkenntnisse, die der Amateurfunk ermöglicht. Soweit ich mich erinnere, hätte ich mit 11 Jahren noch kein QSO auf Englisch führen können (mal abgesehen davon, dass ich damals noch keine Lizenz hatte und es noch keine Ausbildungsrufzeichen gab).

Toll finde ich auch, dass Mitglieder der Internet-Generation noch die gleiche Faszination wie unsereins damals empfindet: "Ich funke gerne, weil man so Leute erreichen kann, die ganz weit weg sind".

Einziger Wehrmutstropfen im Artikel ist die (nicht zutreffende!) Aussage einer YL: "Um die Prüfung zu bestehen, braucht man ein halbes Ingenieurstudium". Das schreckt doch eher ab, als dass es potenzielle Interessenten ganz unverfangen an den Amateurfunk heranführt!

[external link] Link zum Artikel

 

 

Mit der Leistung einer Taschenlampe um die Welt

Südwestpresse 2010-11-11

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Dieser Artikel erläutert auch dem Laien, was QRPFunkbetrieb mit kleiner Sendeleistung ist und was damit möglich ist. Den Vergleich mit der Leistung einer Taschenlampe bringe ich auch immer mal wieder.

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Neues Online-Medium: amateurfunk-magazin.de

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Seit einigen Monaten gibt es neues Online-Magazin zum Thema Amateurfunk: [external link] amateurfunk-magazin.de. Gegründet hat es Wilfried Klein, ein Funkamateur und Online-Journalist. Die sehr interessanten Beiträge aus vielen Gebieten des Amateurfunks kommen aber auch von anderen Autoren, wie z.B. Stephanie Heine, DO7PR, der Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit beim DARC.

Als besonderer Service wird Funkamateuren oder Ortsverbänden auch eine kostenlose Sub-Domain angeboten, unter der sie dann eigene Inhalte veröffentlichen können.

Weiter so! Ich werde sicher öfters vorbei schauen.

 

 

 

Was für ein Empfang

Süddeutsche Zeitung 2010-09-20

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Mal ein ganz anderer Beitrag zum Thema Amateurfunk: die SZ stellt den Fotografen Frank Herfort vor, der eine Bildreihe mit Funkamateuren (Pressedeutsch wie üblich: "Amateurfunker") und Ihren Geräten gemacht hat.

Beim Betrachten der Bilder werde ich das Gefühl nicht los, dass sie das allgegenwärtige Vorurteil über Funkamateure bestätigen: das sind alles eigenbrödlerische Freaks, ein wenig abgehoben vom "richtigen" Leben (neuerdings auch [external link] Nerds genannt). Aber vielleicht sind wir ja tatsächlich so und merken es nur selbst nicht.

Allerdings äußert sich der Fotograf im Interview durchaus positiv und meiner vom Amateurfunk ausgehenden Faszination entsprechend: "Mit einem Radioempfänger oder Funkgerät ist man absolut autark und auf kein Mobilnetz, keinen Mobilanbieter, keinen Vertrag angewiesen. Mit einfachen Mitteln so ein Ding zu bauen, und dann mit einem Budget von 7,50 Euro nach Australien zu funken, ist schon beeindruckend."
7,50 EUR für ein Funkgerät - oder auch nur einen einfachen CWMorse-Code-Sender - scheint mir ein wenig knapp bemessen, es sein denn man rechnet das Material aus der Bastelkiste mit 0 EUR - aber nun denn.

[external link] Link zum Artikel

 

 

 

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