Weblog von DL3BC

"Unboxing plus" des Antennentuners LDG RT-100

Ich plane meinen "Antennenpark" demnächst um eine vertikal polarisierte Antenne zu bereichern. Diese soll auf möglichst allen KWKurzwelle-Bändern vom 30mentspricht 10 MHz-Band aufwärts einsetzbar sein. Aus diesem Grund habe ich mich für eine nicht-resonante Antenne entschieden, die über einen direkt am Speisepunkt befindlichen automatischen Antennentuner an die ImpedanzWechselstromwiderstand von 50 Ohm des Antennenkabels angepasst wird.

Zur Antenne werde ich demnächst noch mehr schreiben. Nun erst einmal zum Antennenanpassgerätengl.: Tuner.

Warum soll der Tuner direkt am Speisepunkt der Antenne betrieben werden?

Da die Antenne nicht-resonant konzipiert wird, wird sie auf den Betriebsfrequenzen (in den Amateurfunkbändern) an ihrem Speisepunkt immer ein Fehlanpassung zur Impedanz des Antennenkabels haben. Idealerweise wird diese Fehlanpassung exakt an dieser Stelle ausgeglichen. Sonst kann es vorkommen, dass sich auf dem Antennenkabel [external link] Mantelwellen bilden. Diese wiederum können Störungen in benachbarten TV- und Radiogeräten sowie einen schlechten Wirkungsgrad durch "Verbrennen" der (ohnehin schon geringen) HF-Leistung zur Folge haben.

Folgende Kriterien waren für die Auswahl des Tuners entscheidend:

  • wetterfestes Gehäuse, da der Tuner direkt am Speisepunkt der Antenne, also im Freien, montiert werden soll
  • automatische Abstimmung, da ein Bandwechsel ohne manuelles Nachstimmen möglich sein soll
  • minimal für's Abstimmen erforderliche HFHochfrequenz-Leistung muss 5W oder weniger sein, da ich viel QRPmit kleiner Sendeleistung, max. 5 Watt arbeite
  • maximale HF-Leistung: min. 100W (für den Fall, dass ich doch irgendwann einmal einen "großen" TransceiverFunkgerät habe
  • Zuführung der für den Tuner erforderlichen Betriebsspannung möglichst über das Antennenkabel, anstelle eines separaten Kabels (nice to have, aber nicht zwingend)
  • preislich sollte er auch nicht aus dem Rahmen fallen

Zur Auswahl standen folgende Modelle:

  • [external link] CG-3000 von CG Antenna
    ein viel gelobter Tuner aus chinesischer Produktion
    Preis z.Zt. ca. 280,- €
    schied aus, da die für eine Abstimmung erforderliche HF-Leistung min. 10 Watt beträgt, die ich mit meinem [internal link] Yaesu FT-817ND keinesfalls erreiche
  • [external link] MFJ-993BRT von MFJ Enterprises
    renomierter US-Hersteller
    Preis z.Zt. ca. 350,- €
    schied wegen des Preises aus
  • [external link] RT-100MKII von LDG
    US-amerikanischer Produzent, aber "Made in Taiwan" (was nichts Schlechtes bedeuten muss!!!)
    Preis z.Zt. ca. 280-300,- € (alte Version ohne Fernspeiseweiche/Fernbedienung um 200,- €)
    => hat am Ende das Rennen gemacht, da preislich attraktiv und von den Leistungsdaten passend:
    min. für Abstimmung erforderliche Leistung: 0,1 W (!), max. 125 W (bei FM oder Digi-Modes max. 30 W)
    anpassbarer Imbedanzbereich: 4...800 Ohm
    Außerdem [internal link] betreibe ich bereits seit ca. 4 Jahren einen LDG-Tuner vom Typ Z11 pro II, der sehr zuverlässig funktioniert.

Entschieden und bestellt (kleiner Tipp: unbedingt die Preise vergleichen. Man kann bis zu 10% sparen, wenn man nicht beim bekanntesten deutschen Händler bestellt)!

Und nun zum beliebten und bereits in der Überschrift angekündigten Unboxing:

Lieferumfang:

LDG RT-100 MKII: Lieferumfang

Die "MKII"-Version beinhaltet neben dem eigentlichen Tuner RT-100 (grau, rechts im Bild) auch die Fernspeiseweiche/Fernbedienung RC-100 (schwarz, links unten). Hinzu kommt ein DC-Anschlusskabel und eine Mastschelle für Durchmesser bis 50mm.

LDG RT-100 MKII: Bedienungsanleitungen

Außerdem bekommt man zu RT-100 und RC-100, jeweils zwei Bedienungsanleitungen: Original auf Englisch, Übersezung auf Deutsch (interessanterweise stammt die deutsche Übersetzung vom wohl bekanntesten deutschen Amateurfunk-Verdandhändler, obwohl ich nicht dort bestellt habe).

Tuner LDG RT-100, Anschlussseite (unten):

LDG RT-100 MKII: Anschlussseite (unten)

Zwei mit Gummis gegen das Gehäuse abgedichtete SO-239-Buchsen und eine Schraube für die Erdung.

Tuner LDG RT-100, geöffnet:

LDG RT-100 MKII: geöffnet

Wie zu erwarten: viele Relais, ein paar Induktivitäten auf Ringkernen, sowie einige Kapazitäten und ein Microcontroller zur Steuerung. Die LED beleuchtet das Gehäuse von innen, damit sich die Bauteile im Dunkeln nicht fürchten ;-)

Fernspeiseweiche/Fernbedienung RC 100, von vorn:

RC 100, von vorn

Die Status-LED zeigt nur an, ob die Betriebsspannung eingeschaltet ist, jedoch keinen Tuning-Status. Mit dem "Tune"-Taster kann man den Abstimmvorgang ggf. noch einmal manuell starten. Normalerweise fängt der Tuner aber sobald er mit HF versorgt wird automatisch an zu "tunen".

Fernspeiseweiche/Fernbedienung RC 100, von hinten:

RC 100, von hinten

Wieder zwei SO-239-Buchsen für "angeschirmte Bananenstecker" (die für den Frequenzbereich jedoch vollkommen ausreichend sind!), sowie der Betriebsspannungsanschluss.

Fernspeiseweiche/Fernbedienung RC 100, geöffnet:

RC 100, geöffnet

Nicht viel drin, außer L und C für die Einkopplung der Betriebsspannung.

Kurzer Test:

Nach dem Auspacken (Neudeutsch: Unboxing) habe ich den Tuner zum Funktionstest an meiner bisherigen Antenne, jedoch im ShackFunkbude ausprobiert, da die neue Antenne noch nicht fertig montiert ist.

An dieser ca. 17,2m langen (also ebenfalls auf den Amateurfunkbändern nicht-resonanten) Antenne konnte er auf allen Bändern von 10 bis 80m ein SWR von <1,5 erreichen, auf 160m schaffte er nur 1:2. Die Abstimmung dauerte beim ersten Mal auf einer bestimmten Frequenz maximal 5s. Wenn eine bereits verwendete Frequenz zum wiederholten Mal verwendet wurde, dauert das Abstimmen weniger als 1s (da der Abstimmungswert dann aus dem Speicher gelesen und wieder verwendet wird). Genauso gut funktioniert mein bisheriger Tuner LDG Z11 pro II auch - also kein Grund zur Beanstandung!

 

Weitere Informationen zum LDG RT-100:

[external link] YO9RTF zum RT-100 [in englischer Sprache]

[external link] Herstellerseite [in englischer Sprache]

[external link] Handbuch [in englischer Sprache]

[external link] Nutzerberichte auf eHam.net [in englischer Sprache]

 

 

 

 

 








 

Kraichgau FM-Session am 28.12.2014

Am Sonntag nach Weihnachten fand im vergangenen Jahr 2014 wieder die Winterausgabe der [external link] Kraichgau FM-Session statt. Dabei handelt es sich um einen Kurz-ContestWetbewerb auf den UKWUltrakurzwelle-Bändern 2m2-Meter-Band, 145 MHz und 70cm70-cm-Band, 430 MHz. Auf jedem Band wird 1 Stunde lang gefunkt, um möglichst viele andere Teilnehmer zu erreichen. Und wie der Name schon sagt, wird dabei ausschließlich die Modulationsart FMFrequenzmodulation verwendet. Veranstaltet wurde sie, wie immer, vom [external link] Ortsverband Kraichgau des DARCDeutscher Amateur Radio Club.

Ich war auch mal wieder dabei und habe mir wieder meinen Lieblingsstandort auf dem Dobel ausgesucht. Lieblingsstandort deshalb, weil dieser auf ca. 700m üNN liegt und man von dort quasi Sichtverbindung über den gesamten Kraichgau hat, von wo die meisten Teilnehmer aktiv sind.

Dieses Mal war es allerdings dermaßen a....kalt (-10°C!!), dass ich mich entschieden habe, nicht im Freien sondern im Auto zu funken. Somit kam auch nicht meine geliebte Douband-Richtantenne, die "Fischgräte", zum Einsatz sondern eine Mobilantenne mit Magnetfuß auf dem Autodach. Ich habe den Unterschied natürlich bemerkt. Mit der Fischgräte konnte ich praktisch alle Stationen, die ich gehört habe, auch sendemäßig erreichen. Das klappte nun nicht. Alle Stationen, die ich bereits stark angerauscht gehört habe, haben mich anscheinend nicht hören können. Somit gab's eben ein paar Punkte weniger. Dem Spaß hat's jedoch keinen Abbruch getan!!

Hier ein Selfie, wie ich frierend im Auto sitze und funke (der Motor und damit auch die Heizung waren natürlich ökologisch korrekt ausgeschaltet):

DL3BC frierend im Auto bei der Kraichgau FM-Session am 28.12.2014

 

 

 

 

 

Croud Funding-Unterstützer für neuartigen SDR-Empfänger gesucht!

Die Firma [external link] Xivero hat den SDR-Empfänger "XiOne" entwickelt (bislang als Prototyp), der auf den unterschiedlichsten Rechner-Plattformen (Windows, Linux, Mac, Android, iOS) verwendet werden kann. Die Verbindung zwischen Rechner und SDR gestaltet sich einfach, da neben Ethernet und USB hierfür auch WLAN verwendet werden kann.

Neben dem eigentlichen SDR, der einen Bereich von 100 kHz bis 1,7 GHz abdeckt, befinden sich noch je ein ADS-B- und AIS-Empfänger zur Ermittling von Flugzeug- und Schiffspositionsdaten an Bord. Außerdem ist die Verwendung als Spektrumanalysator möglich.

Der SDR kann mit der mitgelieferten, als auch mit fremder Software, wie z.B. SDR#, betrieben werden. Darüber hinaus stellt das Entwicklerteam alle notwendigen Informationen zur Verfügung, damit eine Community Open Source Lösungen auf Grundlage der Hardware entwickeln kann.

Weitere Infos und technische Daten [external link] hier.

Eine finanzielle Unterstützung der Projektes ab 10 USD ist noch bis zum 22. September 2014 möglich. Wenn man sich mit 159 USD (ca. 122 EUR) beteiligt, erhält man einen XiOne inkl. Versand und MwSt. frei Haus geliefert - sofern die Finanzierung gesichert ist - das ist deutlich weniger als der angedachte Listenpreis von 199 USD!
Leider fehlen z.Zt. (17.09.2014) noch über 100.000 USD am Ziel von 125.000 USD!

Weitere Unterstützer sind also dringend gesucht!

Kein Risiko: wenn das Finanzierungsziel bis zum 22.09.2014 nicht erreicht wird, gibt's das [external link] Geld zurück!

Hier kann man mitmachen: [external link] indiegogo.com

 

(Ich muss zugeben, dass ich selbst auch noch überlege, ob ich so etwas überhaupt brauche, da ich bereits einen [external link] FiFiSDR besitze. Allerdings ist die Aussicht, einen SDR auch mittels Smartphone oder Tablet-PC zu verwenden, schon sehr reizvoll!!)

 

 


 

Petition gegen neue PLC-Norm - jeder kann mitmachen!

Tobias, [external link] DF8TH, hat die Initiative ergriffen und eine Online-Petition gegen die neue PLC-Norm FprEN 50561-1 ins Leben gerufen. Ich habe sie bereits unterzeichnet und finde jeder Funkamateur, der sein Hobby auch in Zukunft ungestört von zuhause aus betreiben möchte, sollte dies ebenfalls tun!

Warum?

Mit dieser von den Herstellern von PLC-Systemen* initiierten Norm sollen die Grenzwerte für Abstrahlungen dieser Systeme erhöht werden. Wer solche Geräte in seiner Nachbarschaft hat, wird dann beim Empfang von Kurzwellensignalen (sei es Rundfunk oder Amateurfunk) erhebliche Störungen haben. Dies kann soweit gehen, dass praktisch überhaupt kein Empfang mehr möglich ist.

Karl, DJ5IL, hat einen Artikel geschrieben, in dem die Probleme des Normentwurfs sehr schön herausgearbeitet werden: [external link] "Das Trojanische Pferd der
PLC-Lobby: FprEN 50561-1
".

Informationen des DARC zu PLC allgemein findet man [external link] hier.

Mitmachen kann jeder!
(bis zum 22. November 2012)

[external link] ...und zwar hier!

*) Was sind überhaupt PLC-Systeme?

PLC heißt Power Line Communication, also Kommunikation über das Stromnetz. Hierzu werden auf Stromleitungen zusätzliche modulierte Hochfrequenzsignale (Kurzwellenbereich 5 bis 30 MHz) aufgebracht. Da diese Leitungen eigentlich für die Wechselspannung 230 Volt und 50 Hz ausgelegt wurden, wirken sie wie Antennen und strahlen diese Signale in ihre Umgebung ab. Und genau das ist das Problem!

Anwendungsbeispiele:

  • [external link] PowerLAN: Für die Verteilung des Internets innerhalb eines Haushalts mittels Stromleitungen.
    Vorteil: Es müssen keine Ethernet-Leitungen verlegt werden, um PCs und andere Gerät mit dem DSL- oder Kabel-Modem oder -Router zu verbinden.
    Nachteil: Stört den Kurzwellenempfang (s.o.)
    Alternative: [external link] WLAN
  • Verteilung des Internets über das Stromnetz, anstelle Telefon- (DSL), Breitband- oder Glasfaserkabel
    Vorteil: billig
    Nachteile:
    stört den Kurzwellenempfang (s.o.)
    selbst störanfällig
    Alternativen: DSL, Breitbandkabelnetz, Glasfasernetze, LTE
  • Fernablesung von Stromzählern durch Energieversorger
    Vorteil: manuelles Ablesen entfällt
    Nachteil: Stört den Kurzwellenempfang (s.o.)
    Alternativen: Funklösungen wie sie beispielsweise für Heizkostenmessgeräte verwendet werden.

 

 

 

 

Bayerischer Bergtag am 5. August 2012

Warum muss eigentlich in jedem Jahr das Wetter am ersten Augustwochenende (wenn der [external link] BBT stattfindet) so unbeständig und schlecht vorhersagbar sein???!!!

[Gewitter][Regen][noch mehr Regen][ganz viel Regen]
typische Wettervorhersagen für das erste Augustwochenende
(Grafiken von [external link] wetter-online.de)

Rückblick 2008 bis 2011

Nachdem meine Teilnahme am 2m2-Meter-Band, Frequenz 144-146 MHz-Wettbewerb [internal link] 2008 bereits ins Wasser gefallen war, [internal link] ich 2009 ziemlich nass geworden bin, 2010 und 2011 die Wettervorhersage einige Tage zuvor bereits so schlecht war, dass ich den Sonntag anders verplant hatte, habe ich mich dieses Jahr nicht davon abhalten lassen, obwohl die Regenwahrscheinlichkeit schon wieder mit 70% prognostiziert war. Sonntag früh dann blauer Himmel und herlichster Sonnenschein in Ettlingen - also raus aus den Federn, noch gemütlich mit der XYLEhefrau frühstücken und dann los zum bewährten Standort Hornisgrinde höchster Berg im Nordschwarzwald, 1164 m üNN.

Bis es endlich losging...

Auf der Autobahn Richtung Süden sah ich sie dann schon vor mir: dicke dunkle Regenwolken, ziemlich schnell von Westen her aufziehend. In Baden-Baden war's bereits ziemlich trüb, die Berge Wolken verhüllt. Aber nun war ich ja schon eine halbe Stunde gefahren, also optimistisch weiter! Am Parkplatz beim Seibelseckle angekommen, setzte schon etwas Spühregen ein. Also das GanzkörperkondomRegenjacke und Regenhose angezogen und rauf auf die Hornisgrinde. Mich hat übrigens erstaunt, wie viele Leute trotz des relativ schlechten Wetters unterwegs waren (nur die Harten komm' in' Garten!). Kaum, dass ich meinen Standort erreicht hatte, ging's richtig los mit dem Regen, so dass ich erstmal abgewartet habe, ob ich überhaupt aufbaue. Aber nun - von innenSchweiß unter dem Ganzkörperkondom und außenRegen nass - wäre aufgeben auch falsch gewesen. Nach etwas Bedenkzeit fing ich dann an, Mast und Antenne aufzubauen. Als ich alles mit dem Funkgerät verkabelt hatte, fing es richtig an zu kübeln - zack zack die Funke unter Plastik abgedeckt und gewartet. Gegen 12 Uhr Ortszeit, also ca. 30 Minuten nach Contest-Beginn, hörte es dann auf zu regnen und ich konnte endlich loslegen.

Funkbetrieb

Die Bedingungen waren ganz normal für einen Sommertag. Von [external link] Sporadic E habe ich jedenfalls nichts mitbekommen und mit [external link] Tropo ist um diese Jahreszeit normalerweise nicht zu rechnen.

So graste ich zunächst etliche CQallgemeiner Anruf-Rufer ab und mein Log füllte sich langsam. Einige waren zu dem Zeitpunkt schon bei laufenden QSOFunkverbindung-Nummern um die 40 - aber da ja sowieso gerade Olympische Spiele waren, war mein Motto nun ebenfalls "dabei sein ist alles".

Ich habe zu dem Zeitpunkt, neben den gut erreichbaren Schweizern und Franzosen, bereits auch einige Italiener und Slowenen gehört, welche nicht am BBTBayerischer Bertag, sondern am parallel laufenden [external link] Alpe-Adria-Contest teilnahmen. Aber Punkte würden bei Zustandekommen eines QSOs für beide Seiten herauskommen - und das nicht zu wenige! So verbrachte ich einige Zeit damit, mir bei diesen CQ-Rufern Gehör zu verschaffen - leider zunächst erfolglos und somit Zeitverschwendung. Der Grund ist auch klar: während ich, wie die anderen BBT-Teilnehmer auch, mit maximal 6 Wattmax. zulässige Ausgangsleistung beim BBT unterwegs war, arbeiteten die Gegenstationen sicher mit mehreren hundert Watt.

In der Zwischenzeit hatten sich übrigens fast alle Wolken verzogen und es wurde sogar noch richtig warm in der Sonne!

Erst gegen Ende (11:52 UTCUniversal Time Coordinated = Weltzeit) habe ich es doch noch geschafft, IQ1KA/1Italienisches Rufzeichen in JN44ORentspricht geografischen Koordinaten 44,71° Nord, 9,17° Ost, also in 438 km Entfernung, ins Log zu bekommen.

Am Ende waren 20 gültige QSOs mit insgesamt 2.535 Entfernungspunkten im Log - naja, [internal link] das war schon mal besser!

Leider erst nach dem Ende des BBT (also nach 12:00 UTC) gelang mir dann auch noch ein QSO mit S59DEMSlowenisches Rufzeichen in JN75DS, also in 557 km Entfernung. Einerseits schade, dass es zum Eingang in die Wertung zu spät war - andererseits toll, was mit 5 Watt auf 2 Metern geht!

[Meine QSOs auf der Karte]
Meine QSOs auf der Karte
Die Verbindung nach Slowenien (ganz im Südosten) und die weiteste nach Frankreich (im Südwesten) fanden leider außerhalb der Wertungszeit statt.

Meine Ausrüstung

  • TransceiverFunkgerät: [external link] Yaesu FT-817ND
  • Ausgangsleistung: 5 Watt
  • externer Akku bestehend aus 8 NiMH-Babyzellen
  • Alu-Teleskopmast, ca. 3,6 m hoch + ca. 1,5 m PVC-Verlängerung
  • Antennen: 2x 4-Element-Yagis "ultralight" nach [external link] DK7ZB

Fazit

Dabei sein ist alles! Das nächste Mal hoffentlich auch wieder - vielleicht ist das Wetter im Winter sogar angenehmer als am ersten Augustwochenende ;-)

Noch ein paar Impressionen

[meine Antennen, befestigt an einem Baumstumpf]
meine Antennen, befestigt an einem Baumstumpf

[der Operator]
der Operator



 

 

 

Nichts für Hektiker: JT65-HF

Bereits vor einiger Zeit hatte ich mich mal kurz mit der Betriebsart [external link] JT65A [in englischer Sprache] , die ja eigentlich für EMEErde-Mond-Erde entwickelt wurde, auf der Kurzwelle beschäftigt und dafür das vom "Erfinder" dieser Betriebsart entwickelte Programmpaket [external link] WSJT [in englischer Sprache] installiert. So richtig klar gekommen bin ich damit aber nicht, so dass es dann schnell wieder in Vergessenheit geriet, obwohl JT65A speziell für sehr schwache Signale, also auch für mich mit [internal link] meiner bescheidenen Antenne und QRPsehr geringe Sendeleistung, geschaffen ist. Eigentlich schade!

Kürzlich bin ich durch eine dreiteilige Artikelserie von DJ6LB in der CQDLMitgliederzeitschrift des Deutschen Amateur Radio Clubs wieder darauf aufmerksam geworden. Er stellt darin das Programm [external link] JT65-HF von W6CQZ [in englischer Sprache] vor, das im Gegensatz zum Original WSJT speziell für den Betrieb auf Kurzwelle zugeschnitten ist.

Da es sich auch hierbei um Freeware handelt, habe ich es flugs herunter gelanden und installiert. Und siehe da: nicht zuletzt durch die von DJ6LB in der CQDL gegebenen Tipps gelang mir der Einstieg recht flott und schon kurz nach der Installation hatte ich die ersten paar QSOsFunkverbindungen geloggt.

Langweilig?

Ja und nein!

Natürlich verläuft der Funkbetrieb durch den vorgegebenen Minutentakt recht zäh. Außerdem sind die QSOs exrtem standardisiert. Man übermittelt normalerweise nur die beiden Rufzeichen, das QTH-Locator-GroßfeldBuchstaben/Zahlen-Code für die geografische Länge und Breite und den RapportAngabe über die Empfangsqualität. Alles Weitere wäre zwar auch möglich, ist aber aufgrund der maximal möglichen 13 Zeichen pro Durchgang (also 13 Zeichen, die eine ganze Minute brauchen!!) praktisch unmöglich. Somit bleiben persönliche Angaben, wie Name, Standort (Stadt) und Stationsbeschreibung außen vor. Diese könnte man bei Interesse aber auf [external link] QRZ.com [in englischer Sprache] nachsehen. Übrigens sind die meisen Standard-QSOs in meiner sonst bevorzugten Betriebsart [external link] PSK31 kaum informativer!

Spannend wird es für mich jedoch dadurch, dass ich mit dieser Betriebsart aufgrund ihrer extremen Effizienz nun Stationen aus Regionen höre, zu denen ich bisher mit PSK31 keinen Kontakt zustande gebracht habe. Erste Erfolgserlebnisse in Form geloggter QSOs stehen zwar noch aus, aber ich bin guter Hoffnung, dass es mit ein wenig Geduld bald klappt!

Mehr Komfort für JT65-HF!

Nichts von Menschen Erdachte ist so gut, dass es nicht noch verbessert werden könnte! Das dachte sich auch VK3AMA und hat das Zusatzprogramm JT-alert geschrieben, das man auf [external link] ham-apps.com [in englischer Sprache] herunterladen kann.

Dieses enthält u.a. folgende Funktionen, die ich für sehr nützlich halte:

  • konfigurierbare Alarme:
    Wenn ein Rufzeichen, das selbst definierbaren Kriterien entspricht, auftaucht, wird dieses in einer bestimmten Farbe in einem Statusfenster angezeigt und (zweite Soundkarte vorausgesetzt) ein Alarmton ausgegegeben.
    Dies ist sehr nützlich weil man gerade durch den 
  • QRZ.com
  • Log-Buch HRD

1.000 Euro für den Amateurfunk-Nachwuchs

Mitmachen! Die Direktbank Ing-DiBa spendet je 1.000 Euro an die 1.000 beliebtesten Vereine Deutschlands. ScreenShot

Der AATiS e.V. (Arbeitskreis Amateurfunk & Telekommunikation in der Schule) steht auch im Wettbewerb. Wer ihn unterstützen möchte, kann hier für ihn abstimmen: [external link]  https://verein.ing-diba.de/kinder-und-jugend/31177/aatis-ev. Ich habe es bereits getan.

Man muss zwar seine E-Mail-Adresse angeben, diese wird jedoch nur zur korrekten Abwicklung benötigt. Man hat bis zu drei Stimmen pro E-Mail-Adresse, die man auf verschiedene Vereine verteilen oder alle dem selben Verein geben kann.

Zur Zeit (08.10.2011, ca. 21 Uhr) steht der AATiS auf Rang 1.230 bei 84 bereits für ihn abgegebenen Stimmen, hat also noch reelle Chancen unter die Top 1.000 zu kommen.

Also, worauf wartest Du noch??!! Mach mit!
[external link]  https://verein.ing-diba.de/kinder-und-jugend/31177/aatis-ev

 

 

 

neue Antenne für Kurzwelle

Zwei Jahre lang habe ich auf Kurzwelle eine [internal link] magnetische Antenne verwendet. Diese hatte zwei Vorteile für mich:

  • verwendbar auf allen Bändern von 40m bis 10m
  • fast unsichtbarer Aufbau zwischen dichten Tannen (Vermieter freundlich)

Leider ist der zweite Punkt aufgrund der Fällung der inzwischen zu groß gewordenen Tannen im Herbst 2010 weggefallen, weshalb ich mich auf die Suche nach einer Alternative gemacht habe.

Meine Anforderungen waren praktisch die gleichen wie für die magnetische Antenne:

  • Verwendbarkeit auf möglichst vielen Kurzwellenbändern
  • möglichst unauffällig

Zunächst habe ich mit meiner ohnehin vorhandenen [internal link] Fuchskreis-Antenne experimentiert. Die Anordnung war folgendermaßen:

  • Fuchskreis direkt am Antennenausgang des Transceivers
  • dann mit 21m Draht durchs Fenster raus in den Garten (einfach im Fensterrahmen eingeklemmt)
  • in ca. 3m Höhe mit Hilfe eines Kirschbaums aufgespannt

Bezüglich Leistungsfähigkeit hat sie insbesondere auf den unteren Bändern (40m, 30m) die magnetische Antenne übertroffen. Ich konnte plötzlich mit meinen 5 Watt fast alle Stationen erreichen, die ich auch ohne Aussetzer per PSK31 empfangen konnte.

Leider hatte ich aber aufgrund der beschriebenen Anordnung HF im Shack, was mein PC gar nicht mochte! Häufig hatte ich dadurch beim Senden Tastatureingaben auf dem Bildschirm, die nicht von mir stammten. Das ist insbesondere bei den digitalen Betriebsarten extrem lästig!

Um den Fuchskreis bei Bandwechsel manuell abstimmen zu können, musste dieser aber im Shack verbleiben. Da war guter Rat teuer. So machte ich mir Gedanken über Alternativen:

  • fernabgestimmter Fuchskreis:
    - habe ich auf der Web-Site eines Schweizer OMs gesehen, erschien mir aber recht aufwändig
    - Vorteil: benötigt keine Erde, kein Gegengewicht
  • die berühmt berüchtigten "magnetic Ununs" zur Anpassung hochohmiger endgespeister Antennen:
    - Tuner notwendig
    - bei ungünstiger Länge bzw. Frequenz zu niederohmig
    - Erdung notwendig
  • nicht-resonante endgespeiste Antenne:
    - Tuner notwendig
    - Erdung notwendig

Ich bin bei der letzten Lösung hängen geblieben. Irgendeine Anpassschaltung ist bei allen drei Lösungen erforderlich. Durch eine geeignete Wahl der Drahtlänge kann man bei nicht-resonanten Antennen den Speisepunktwiderstand in einen für Antennentuner handhabbaren Bereich bringen (50 bis einige hundert Ohm).

Die Anordnung sieht so aus:
   Drahtantenne l=17m

Die eigentliche Antenne (Strahler) besteht aus einem 17,2m langem Kupferlackdraht von 0,35mm Durchmesser und ist somit fast unsichtbar. Dieser Draht wird in ca. 3m Höhe horizontal vom Haus weggeführt und nach ca. 12m durch ein PVC-Rohr abgestützt. Am Ende befindet sich eine ca. 1,5m lange Angelschnur, die den Draht an einem Zaun abspannt.

Als Gegengewicht dient das am Haus entlang führende Regenrohr, das mit dem Blitzableiter verbunden und damit auch geerdet ist. Die Verbindung mit dem Regenrohr habe ich mittels einer Erdungsschelle hergestellt. Die Einspeisung erfolgt direkt aus dem Koaxkabel mit 50 Ohm Impedanz.

Der Tuner sollte eigentlich möglichst am Speisepunkt betrieben werden, damit sich auf der Speiseleitung keine Mantelwellen (TVI, BCI, HF im Shack) bilden. Er musste also entweder fernabstimmbar sein oder völlig automatisch arbeiten können. Die Wahl fiel dann auf den Automatik-Tuner [external link] Z-11 pro II von LDG mit folgenden Eigenschaften:

  • vollkommen autark, also abgesetzt, betreibbar (CAT-Schittstelle vorhanden, aber nicht zwingend erforderlich)
  • Abstimmbereich von 160m bis 6m
  • Anpassung von Impedanzen von 6 bis 1000 Ohm
  • Abstimmung bereits mit sehr kleinen Leistungen (100mW), aber auch bis zu 125W, falls ich mal kein QRP mache
  • 2000 Speicher für schnelle Abstimmung
  • Batteriebetrieb möglich

mein LDG Z-11 pro II (unten) mit meinem Yaesi FT-817ND
mein LDG Z-11 pro II (unten) mit meinem Yaesu FT-817ND

Allerdings hat er kein wetterfestes Gehäuse, so dass er in ein solches eingebaut werden müsste. Ich habe mir eines als Sonderposten über's Internet besorgt. Leider erwis es sich dann doch als ein wenig zu klein. Die Antennenanschlüsse wäre nicht ohne extremes Abknicken des Koaxkabels möglich gewesen.
Da ich aber möglichst schnell wieder QRV werden wollte, habe ich mich dann für die zweitbeste Lösung entschieden: den Tuner direkt nach dem Transceiver im Shack unterzubringen.
Nachteil: das Antennenkabel würde wohl aufgrund nicht vorhandener Anpassung am Speisepunkt der nicht-resonanten Antenne strahlen; und da dieses Kabel bei meiner Anordnung auf dem Boden liegt, würde diese Leistung fast komplett nutzlos verheizt werden.
In der Praxis hat dies aber wohl keine große Bedeutung, denn die Leistungsfähigkeit der Antenne scheint mir sehr gut zu sein - jedenfalls hat sie einen deutlich höheren Wirkungsgrad als meine ehemalige Magnetic Loop. Oder ob's an den inzwischen verbesserten ConDX liegt??
Ich werde die Anordnung mit Tuner am Speisepunkt aber auf jeden Fall noch ausprobieren - vielleicht geht's dann noch besser.

 

 

 

DARC UKW-QRP-Wettbewerb 2./3. April 2011

Seit langem hatte ich einmal vor, am DARC UKW-QRP-Wettbewerb - immer am ersten April-Wochenende - teilzunehmen. Jedes Mal kam etwas dazwischen (Wetter, andere Termine, ...). Aber am Sonntag, dem 3. April, habe ich es endlich mal geschafft. Eine 24-stündige Teilnahme kam zwar nicht infrage, aber wenigstens wollte ich mal dabei sein, um zu sehen was geht.

Also habe ich meine Portabel-Ausrüstung (FT-817ND, 2x4-Element-Leichtbau-Yagi für 144 MHz nach [external link] DK7ZB, Alumast) zusammen gepackt und bin am Sonntag bei herrlichstem Wetter auf die [external link] Hornisgrinde (JN48CO, 1164m üNN) gestiegen. Das Wetter und die Tour dahin waren allerdings das Schönste daran. Um diese Zeit (ca. 13 Uhr MESZ, also 3 Stunden vor Contest-Ende) hatten die meisten Teilnehmer wohl schon alles abgegrast und längst QRT gemacht. So kam ich dann auf nur 11 QSOs, von denen zwei keine Contest-QSOs, aber trotzdem sehr nett waren. Die weiteste Verbindung gelang mir mit DK7CM/p immerhin nach JO40QL (225 km).

DL3BC/p auf der Hornisgrinde im Nordschwarzwald

Als Fazit schließe ich daraus, dass ich das nächste Mal wohl besser zu Beginn des Contests (Samstag, 16 Uhr MESZ) aktiv werde, auch wenn ich die gesamten 24 Stunden sicher nicht auf dem Berg verbringen werde. Außerdem habe ich mir noch ein paar Verbesserungsmöglichkeiten der Antennenausrüstung überlegt, die beim nächsten Mal den Aufbau etwas leichter machen. Also war's nicht vergebens!

Nun freue ich mich schon auf den [external link] BBT im August, bei dem ich dann, voraussichtlich vom selben Standort aus, [internal link] wie letzten Jahr wieder aktiv werde. Außerdem scheint mir die Konzentration der Aktivität auf zweieinhalb Stunden pro Band auch effektiver zu sein.

 

 

 

Aktivitätswochenende auf 30 Meter / Digital-Modes

Die [external link] 30-Meters-Digital-Group (30MDG) ruft zur Aktivität in digitalen Betriebsarten auf dem 30-Meter-Band am kommenden Wochenende (29./30.1.) auf.

Das Aktivitätswochenende ist kein Contest, sondern verfolgt zwei Ziele:

  1. Gelegenheit zum Ausprobieren von "exotischen" Betriebsarten, wie Olivia, Contestia etc. Alle digitalen Betriebsarten sind willkommen. Die "Exoten" sollten jedoch die RSID- und Video-ID-Funktionen ihres Programms verwenden, um besser auf sich aufmerksam zu machen.
     
  2. Erarbeitung der WAS-, WAE- und CIS-Diplome auf 30 Meter. Hierzu sollte die Information zum US-Staat bzw. dem eigenen DXCC-Kenner in der Video-ID enthalten sein.

Alle können mitmachen. Es gibt keine Regeln, kein Austausch von QSO-Nummern etc. Einfach nur Spaß am Experimentieren haben!

Nähere Informationen findet man in [external link] diesem PDF-Dokument [in englischer Sprache] auf der Web-Seite der 30MDG.

 

 

 

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